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Nachrichten und Aktuelles
 

SC Berolina 1903 e.V. hat neuen Vorstand
 
09.12.2010

Am 09.12.2010 fand die Mitgliederversammlung des SC Berolina 1903 e.V. statt.

Dem alten Vorstand, bestehend aus Ivan Rangelov, Sinan Hanli und Wulf Richter, wurde Entlastung erteilt. Ausserdem wurde Gottfried Most, Kassenwart bis 2006, nachträglich die Entlastung erteilt.

Zum neuen Vereinsvorsitzenden wurde einstimmig Zekai Turgay gewählt. Sein Stellvertreter ist Jürgen Roth. Neuer Kassenwart ist Sören Kühn, als Sportwart fungiert künftig sein Bruder Holger Kühn. Den neuen Vorstand komplettieren als Jugendwart Felix Warth und als Frauenbeauftragte Yasmin Müller.

Dem alten Vorstand wird gedankt. Dem neuen Vorstand wünschen wir viel Glück und Erfolg bei der Arbeit!




Mitgliederversammlung SC Berolina 1903 e.V. am 09.12.2010

 
01.11.2010

Datum: Donnerstag, 09. Dezember 2010
Ort: Konrad-Agahd-Grundschule, Thomasstr. 39, 12053 Berlin
Beginn: 19 Uhr, Einlass 18:45 Uhr (bitte pünktlich erscheinen, ab 19:15 Uhr ist kein Zutritt zur Schule mehr möglich)

Tagesordnung:

1. Begrüßung durch den Vorsitzenden Ivan Rangelov
2. Bericht des Kassenwarts Wulf Richter
3. Entlastung des Vorstands
4. Neuwahl des Vorstands
5. Satzungsänderung (§ 2 "Zweck, Aufgaben und Grundsätze der Tätigkeit")
Punkt 4 ist wie folgt zu ersetzen:
Die Organe des Vereins (§8) üben ihre Tätigkeit grundsätzlich ehrenamtlich aus. Bei Bedarf können Vereinsämter im Rahmen der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten gegen Zahlung einer Aufwandsentschädigung nach § 3 Nr. 26a EStG ausgeübt werden.
6. Sonstiges

Gezeichnet

Ivan Rangelov (Vorstandsvorsitzender)         



Berolina-Duett beim Warnemünder Traditionsturnier

 
29.05.2010

Lars Bauerfeind (120 kg GR) und Sergey Garmash (66 kg GR) vertraten den SC Berolina 1903 e.V. beim Warnemünder Traditionsturnier. Für Lars war es die Wettkampfpremiere.

Der Blick auf die Kampflisten offenbarte, dass auf beide Athleten Schwerstarbeit zukommen sollte. Der Männerbereich war zwar nicht quantitativ, dafür aber qualitativ hochkarätig besetzt.
 
Sergey musste gleich den ersten Kampf gegen Eugen Taubert (SC Roland Hamburg) bestreiten. Er blieb sowohl beim 1:3 in Runde 1 als auch beim 0:5 in Runde 2 gegen den späteren Sieger dieser Gewichtsklasse chancenlos. Im zweiten Duell ging Sergey gegen Alexander Kasarinow (Greifswalder RV) konzentrierter zu Werke. In der ersten Runde erhielt er nach 1:30 Minuten den Vorteil und konnte seinen Gegner zweimal rollen, was allerdings jeweils nur einen Punkt brachte, insgesamt aber zum Rundengewinn langte. Auch in der Unterlage in Runde 2 war Sergey der Bessere. Er konnte einen Rollenansatz abfangen und gewann den Durchgang mit 3:0. Hallenluft durfte Sergey dann im 3. Kampf gegen Christoph Bast (Frankfurt/Oder, u.a. Deutscher Vizemeister der Junioren 2008) schnuppern. Mit zwei herrlichen Überwürfen beendete Bast beide Runden vorzeitig. Sergey hatte trotzdem noch nicht genug und gewann noch einen Freundschaftskampf gegen den Greifswalder Jonas von Glasenapp in 2 Runden jeweils mit 1:0. Mit dem Gesamtplatz 3 und einer Prämie von EUR 30 - gestiftet von der Firma Rostocker Dachdecker-Bau GmbH - konnte Sergey am Ende aber durchaus zufrieden sein.

Auch Lars hatte starke Gegnerschaft. Gegen Sebastian Göldner (RC Germania Potsdam), Thomas Tonn (PSV Rostock) und Tom Zymara (Greifswalder RV) blieb Lars ohne Möglichkeiten, konnte aber mit einem Punktgewinn gegen Zymara ein Achtungszeichen setzen. Gegen David Humrich (Greifswalder RV) war sogar ein Sieg möglich, letztlich gab es allerdings mit 0:3 und 0:7 doch noch eine deutliche Niederlage. Gesamtsieger wurde Thomas Tonn.

In den weiteren Kämpfen setzten sich die Favoriten durch. Im GR-Stil wurden Alexander Frey (SV Warnemünde - 60 kg), Brian Tewes (RC Germania Potsdam - 74 kg), Christopher Krowiorz (Frankfurt/Oder - 84 kg) Sieger. Im freien Ringkampf triumphierten Kirk Reimer (Lugau), Christian Nützmann (SV Warnemünde - 66 kg), Steffen Lübcke (PSV Rostock - 74 kg), Fabian Albrecht (RC Germania Potsdam - 84 kg) und Radek Dublinowski (RV Thalheim - 96 kg).

Der Dank gilt den Organisatoren des SV Warnemünde um Ronald Schwarze.

WR



Offene Berliner Meisterschaften GR -
Sergey Garmash holt Titel

 
16.01.2010

Soll man über einen solchen Wettkampf viele Worte verlieren? Diese Frage muss man sich schon stellen angesichts von gerade einmal 8 Teilnehmern und 3 ausgetragenen Kämpfen bei den Offenen Berliner Meisterschaften der Männer im griechisch-römischen Stil. Dabei hatte Gastgeber Vfl Tegel alles getan, um den Sportlern ein gutes Umfeld zu bieten. Lediglich in den Gewichtsklassen bis 60 kg, 66 kg und bis 96 kg wurde jeweils 1 Kampf ausgetragen. Die Gewichtsklassen bis 55 kg und bis 84 kg blieben gänzlich unbesetzt

Für den SC Berolina wollten es Sergey Garmash (66 kg) und Stephan Jablonski (120 kg) wissen. Stephan wurde kampfloser Meister. Im Limit bis 66 kg gingen immerhin 4 Sportler über die Waage, aber aus unerfindlichen Gründen zogen die beiden Greifswalder Ringer ihre Meldung zurück. So hatte Sergey mit Jan Gumtz vom SV Berlin-Buch lediglich einen Gegner. Diesen demontierte er in beiden Runden vorzeitig mit 6:0 und technischer Überlegenheit. Nach Platz 2 im vergangenen Jahr nun also der Meistertitel, aber angesichts der Gesamtumstände konnte auch bei Sergey nicht so recht Freude aufkommen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Offenen Berliner Meisterschaften der Männer im kommenden Jahr wieder größerer Resonanz erfreuen und dann auch die etablierten Berliner Vereine zahlreicher vertreten sind.




 

Knapp am Erfolg vorbeigeschrammt:
KG Berolina/Preußen - Hennigsdorfer RV 18:19

 
27.9.2008 Die wahre Party im Prenzlauer Berg hätte am vergangenen Samstag nicht in der Kulturbrauerei, sondern in der Sporthalle des SV Preussen in der Stahlheimer Strasse stattfinden können. Ein lächerliches Pünktchen fehlte jedoch der Kampfgemeinschaft Berolina/Preussen am Ende einer dramatischen Auseinandersetzung mit dem Hennigsdorfer RV, um zumindest einen Zähler auf dem eigenen Konto verbuchen zu können. Die Entscheidung über den Gesamtsieg fiel erst im letzten Duell des Abends zwischen Mike Böhm und Gästekapitän Norman Brennert. An Kampfgeist mangelte es den Berlinern nicht. Jeder holte alles aus sich heraus, alleine die Belohnung blieb ihnen am Ende des Tages verwehrt. Trotz dessen wurden den zahlreichen Zuschauern spannende und attraktive Kämpfe geboten.

55 kg - FR - Bors-Ali Eskiew kampflos 0:4 - Gesamt: 0:4
Ferhad Qasimow war kurzfristig erkrankt. So mussten die 4 Punkte kampflos abgegeben werden. Der Hennigsdorfer trug im Verlaufe der Veranstaltung einen Freundschaftskampf gegen Marcus Geimer aus. Beim Stand von bereits 8:0 in der ersten Runde konnte der starke Eskiew den Berliner nach einem Schulterwurf vorzeitig besiegen.

120 kg - GR - Sören Schwuchow kampflos 4:0 - Gesamt: 4:4
Ulf Martischewski ging für die Gäste über die Waage, trat dann aber nicht zum Kampf an. So wurde es ein ruhiger Abend für Sören.

60 kg - GR - Sören Kühn - Philipp Hermann 4:0 (7:0, 3:0 Schultersieg rot).- Gesamt: 8:4
In der ersten Runde rollte Sören seinen Gegner kreuz und quer über die Matte und beendete die Runde vorzeitig. Im zweiten Durchgang folgte ein ansatzloser Kopfhüftschwung und diese Gelegenheit zum Schultersieg ließ sich der Fuchs Sören nicht nehmen.

96 kg - FR - Volkan Erol - Bernd Brennert 0:3 (0:3, 2:4, 0:4) - Gesamt: 8:7
Bernd Brennert war als Ersatzmann bei den Gästen nominiert und wollte sich für seine letztjährige Schulterniederlage gegen Volkan revanchieren. Volkan nahm den Kampf sehr gut an und ließ nicht viel zu. In der zweiten Runde war er sogar drauf und dran, bei eigener 2:1-Führung einen Punkt für die KG zu sichern. Das klappte dann leider doch nicht. Trotzdem ein starker Auftritt von Volkan und ein Teilerfolg, da er zumindest nicht die volle Punktzahl abgab.

66 kg - FR - Patricio Harriague-Llanos - Daniel Krebs 3:1 (1:0, 3:0, 1:3, 2:0) - Gesamt: 11:8
Patricio bestätigte seine gute Verfassung. In den Runden 1 und 2 ließ er dem Hennigsdorfer mit starken Beinangriffen keine Chance. Schade war der Rundenverlust. Aber Patricio steckte auch diesen kleinen Rückschlag gut weg und brachte den Kampf mit hoher Konzentration nach Hause.

84 kg - GR - Alexander Menter - Tim Siebert 0:3 (0:3, 1:2, 0:3) Gesamt: 11:11
Alex war ganz kurzfristig eingesprungen und hielt gegen den starken Tim Siebert ganz gut mit. Letztlich war aber gegen den körperlich überlegenen Hennigsdorfer nicht viel auszurichten.

66 - GR - Ronny Bahr kampflos 4:0 - Gesamt: 15:11
Der Jugendliche Bernd Müller ging für Hennigsdorf über die Waage, trat aber nicht zum Kampf an. Somit auch für Egon ein geruhsamer Samstagabend.

84 kg - FR - Matthias Ringel - Thomas Woelki 3:0 (3:1, 1:0, 1:1) - Gesamt: 18:11
Mit seinem 3-Runden-Sieg versetzte Matze Ringel das heimische Publikum in Höchststimmung. In der ersten Runde konnte Matze seinen Gegner mit einem verkehrten Kopfhüftzug überraschen. In Runde 2 genügte ein konzentrierter Beinangriff. Der Hennigsdorfer ging im dritten Durchgang in Führung. Aber auch davon ließ sich Matze nicht aus der Ruhe bringen und konnte noch zum 1:1 ausgleichen und sich damit die Runde und den Gesamtsieg sichern. Ganz starke Vorstellung des Berliner Seniors.

74 kg - FR - Wulf Richter - Robert Meseck 0:4 (2:6, 0:7, 0:7) - Gesamt: 18:15
Der Kampf begann aus Berliner Sicht so schlecht nicht. Wulf konnte einen Armdrehschwung durchbringen, wurde aber vom Hennigsdorfer gleich gekontert. Mit zunehmender Kampfdauer spielte Robert Meseck seine physische Überlegenheit gekonnt aus und ließ Wulf keine Chance mehr. In Runde 2 drohte gar die Schulterniederlage, doch konnte Wulf den Kopf in dieser schwierigen Situation dank guter Brückenarbeit noch aus der Schlinge ziehen. Am Ende standen aber dann doch die technische Überlegenheit und 4 Punkte für die Gäste auf dem Kampfprotokoll.

74 kg - GR - Mike Böhm - Norman Brennert 0:4 (0:6, 0:6, 0:3) - Gesamt: 18:19
Nun lag die volle Verantwortung bei Mike. Leider fand er nicht so recht in den Kampf hinein und ließ sich durch die Rollen des Gegners den Schneid abkaufen. Dieser spulte sein Programm souverän und cool ab und sicherte somit seiner Mannschaft den Auswärtssieg.

Die Berliner dürfen sich nicht allzu lange mit der Aufarbeitung dieser Niederlage befassen. Am kommenden Freitag - 03.10.2008 - heißt der Gegner Türkischer Ringerverein II. Kampfbeginn ist um 15 Uhr im Sportforum Berlin. Im Anschluss findet die Erstligabegegnung zwischen dem Türkischen Ringerverein und dem PSV Rostock statt.

Die weiteren Ergebnisse vom Wochenende:
KG Vorpommern - Türkischer Ringerverein II: 40:0
SV Luftfahrt II - RV Lübtheen: 32:6

 
 

Auswärtskampf in Lübtheen

 
27.9.2008 An diesem Wochenende hat die Kampfgemeinschaft Berolina/Preußen eine herbe Niederlage einstecken müssen. Der Kampf endete mit 4:35 aus Sicht der Berliner. Dabei täuscht das Ergebnis teilweise über den eigentlichen Kampfverlauf hinweg. Ferhad und Ilker konnten ihre Rundengewinne nicht über die Zeit bringen. Dennoch war eine gute Mannschaftsmoral zu erkennen, jeder hat jeden angefeuert.
Die Ergebnisse im Überblick:
55kg FR Torsten Schmal - Ferhad Qasimow (4:0)

60kg GR Maurice Hippmann - Marcus Geimer (4:0)

66kg FR Benjamin Sadkowiak - Patricio Harriague Llanos (4:0)

66kg GR Alexander Frey - Ronny Bahr (4:0)

74kg FR Andre Ribbe - Ilker Koru (4:0)

74kg GR Jens Fütterer - Mike Böhm (4:0)

84kg FR Matthias Ringel Kampflos (0:4)

84kg GR Gordon Schwenck - Ralf Spitzner (4:0)

96kg FR Robert Schwenck - Volkan Erol (4:0)

120kg GR Andreas Guttentag - Sören Schwuchow (3:0)

Wir sollten jetzt nicht Trübsal blasen. Nächste Woche stehen uns die Ringer aus Hennigsdorf gegenüber. Wir wollen dann in unserem ersten Heimkampf der Saison (in der Stahlheimer Strasse) einen Sieg erringen. Wir bitten alle Fans uns zahlreich zu unterstützen. Beginn ist um 19 Uhr.

Die weiteren Ergebnisse vom Wochenende:
RC Germania Potsdam II - Türkischer Ringerverein: 20:17 Hennigsdorfer RV - KG Vorpommern: 15:23
 
 

Kampfgemeinschaft startet mit einer Niederlage in die Oberligasaison: RC Germania Potsdam II - KG Berolina/Preußen 21:16

 
6.9.2008 So recht wusste man am Ende bei der Kampfgemeinschaft nicht, wie man das Ergebnis einordnen sollte. Einerseits zeigten die Ringer der Kampfgemeinschaft recht ansprechende Leistungen, wobei hier insbesondere die Vorstellung von Patricio Harriague-Llanos eines besonderen Lobes bedarf. Er beherrschte seinen Gegner im 66-kg-Limit Freier Ringkampf nach Belieben. Andererseits lag ein Gesamtsieg durchaus im Bereich des Möglichen. Doch dazu hätte zumindest noch ein weiterer Einzelerfolg hergemusst und dafür reichte es an diesem Nachmittag leider nicht.
von links nach rechts: C. Papra, J. Dassow, A. Menter, G. Geworgjan, W. Richter, R. Bahr, P. Harriague-Llanos, S. Kühn, F. Qasimow

55 kg - FR - Johannes Schmiege - Ferhad Qasimow 0:4 (0:5, 0:2 Schultersieg blau) Gesamt: 0:4
Nach anfänglichen Probleme fand sich Ferhad gut zurecht. Ein Überlegenheitssieg war die Vorgabe und in der zweiten Runde machte Ferhad den Sack dann auch vorzeitig zu.

120 kg - GR - Philipp Kirchner - Christian Papra 3:0 (1:1, 3:0, 1:1) Gesamt: 3:4

Sören Schwuchow stand leider aus privaten Gründen nicht zur Verfügung. Christian arbeitete fleißig im Standkampf, wurde aber vom Kampfrichter immer wieder als Erster zur Bank gebeten. Dies war letztlich ursächlich für die Niederlage.

60 kg - GR - Tony Hoffmann - Sören Kühn 0:4 (1:8, 0:8 Schultersieg blau) Gesamt: 3:8
Viel souveräner kann man einen Kampf nicht gestalten. Sören war klar überlegen und hatte keine Mühe, die angepeilten 4 Punkte für die Kampfgemeinschaft zu sichern.

96 kg - FR - Adrian Hoffmann kampflos 4:0 Gesamt: 7:8
Leider konnte die Kampfgemeinschaft das 96-kg-Limit nicht besetzen.

66 kg - FR - Gordon Fergin - Patricio Harriague-Llanos 0:4 (1:7, 3:7, 0:6) Gesamt: 7:12
Superkampf von Patricio. Mit seinen überzeugenden Rollen im Bodenkampf ließ er seinem Gegner keine Chance.

84 kg - GR - Robert Liebe - Jörn Dassow 3:0 (3:0, 3:0, 4:3) Gesamt: 10:12
Jörn wollte sich für die letztjährige Schulterniederlage revanchieren. Klar war, dass dies ein Schlüsselkampf um den Gesamtsieg sein könnte. Leider gelang es Jörn nicht, in der ersten Runde einen gut angesetzten Armdrehschwung zu vollenden. Entscheidend für die Punktniederlage war jedoch, dass Jörn die Rollen am Boden nicht durchbrachte.

66 kg - GR - Alexander Pippel - Ronny Bahr 0:4 (0:6, 0:5, 0:4) Gesamt: 10:16

"Egon" löste seine Aufgabe trotz Verletzungshandicaps ungefährdet und brachte die Kampfgemeinschaft mit 16:10 in Front.

84 kg - FR - Ralph Piterek - Alexander Menter 4:0 (5:0, 5:0, 4:0) Gesamt: 14:16
In diesem Kampf ging es um Schadensbegrenzung. Gegen Piterek, der in der Vorsaison noch für den Erstligisten RV Thalheim rang, war für Alex nichts zu holen. Immerhin gab er keine Runde vorzeitig ab. Das 0:4 vermochte er jedoch nicht zu verhindern.

74 kg - FR - Stefan Zejewski - Wulf Richter 3:0 (1:0, 3:0, 2:0) Gesamt: 17:16
Wulf stellte sich kurzfristig in den Mannschaftsdienst und war aufgrund anderer sportlicher Aktivitäten am Vormittag bereits etwas ausgepowert. Trotzdem wäre wohl mit etwas mehr Selbstvertrauen und Risiko mehr möglich gewesen.

74 kg - GR - Thommy Kebschull - Grawitek Geworgjan 4:0 (3:1 Schultersieg rot) Gesamt: 21:16
Der Potsdamer gehört normalerweise zum Bundesligakader des RC Germania Potsdam. So war diese Niederlage nicht überraschend.


Zusammenfassend muss man festhalten, dass sich auf den gezeigten Leistungen durchaus aufbauen lässt.

hinten (v.l.n.r): C. Papra, J. Dassow, A. Menter, W. Richter, S. Kühn, G. Geworgjan, S. Hanli, vorne (v.l.n.r): F. Qasimow, R. Bahr, R. Spitzner, P. Harriague-Llanos

Die nächste Aufgabe wartet für die Kampfgemeinschaft Berolina/Preußen am 20. September 2008 in Lübtheen, bevor dann am 27. September 2008 (19 Uhr Sporthalle Stahlheimer Strasse) der erste Heimkampf gegen den Hennigsdorfer RV stattfindet.
 
 

Ausblick auf die Saison 2008 Oberliga Nord-Ost

 
25.5.2008Lange wurde im Lager des SC Berolina 1903 e.V. nachgedacht und diskutiert, ob man für die kommende Oberligasaison eine Mannschaft an den Start schickt oder nicht. Dann erreichte den Verein die Nachricht, dass Ringerman's Friend (SV Preußen) keine Mannschaft melden wird. Dies führte auf Seiten des SC Berolina zu ersten Überlegungen über die Bildung einer Kampfgemeinschaft. Kontakte wurden geknüpft, ein Treffen organisiert - und schnell war man sich über die wesentlichen Eckpunkte einig. Die KG Berolina / Preußen wurde aus der Taufe gehoben und unter diesem Mannschaftsnamen werden der SC Berolina und der SV Preußen gemeinsam die kommende Oberligasaison bestreiten.

In der Oberligastaffel werden der SV Luftfahrt II, der Hennigsdorfer RV, der RV Lübtheen sowie der RC Germania Potsdam II erneut vertreten sein. Wieder dabei ist die KG Vorpommern, die nach einem Ausflug in die Regionalliga Mitteldeutschland in die Oberliga zurückkehrt. Der Erstligist Türkischer Ringerverein hat für die Oberliga nun auch eine zweite Vertretung gemeldet, die die Oberligastaffel komplettiert.

Die Saison beginnt für die KG Berolina/Preußen am 06. September 2008 beim RC Germania Potsdam II (Vorkampf für die Begegnung der 2. Bundesliga RC Germania Potsdam - RSK Gelenau). Ein Höhepunkt für die KG Berolina / Preußen wird sicherlich die Begegnung beim Türkischen Ringerverein II am 03. Oktober 2008 sein, da im Anschluss daran der Erstligakampf zwischen dem Türkischen Ringerverein und dem PSV Rostock stattfindet. Die Heimkämpfe gegen den Hennigsdorfer RV sowie den RV Lübtheen werden in der Halle des SV Preußen in der Stahlheimer Strasse Prenzlauer Berg ausgetragen. Die restlichen Heimkämpfe richtet der SC Berolina an bekannter Wirkungsstätte in Neukölln aus.

Von Seiten des SC Berolina werden mit Sicherheit Nariman Abdurachimov, Denis Bischler, Jörn Dassow, Mihail Karimov und Sören Schwuchow regelmäßige Einsatzchancen erhalten. Für die Gewichtsklassen 66 kg bzw. 74 kg Freistil hat sich der SC Berolina mit Emrah Osman verstärkt, der vom SC Dankelov (Bulgarien) nach Berlin gewechselt ist. Nach wie vor gehören Ilker Koru, Volkan Erol und Sören Kühn zum Kader. Die ältere Fraktion mit Ömer Özdemir, Ivan Rangelov und Wulf Richter hält sich bereit, um die Mannschaft im Bedarfsfall aufzufüllen. Der SV Preußen wird mit Ives Kuhring, Ronny Bahr, Christian Dieskau, Matthias Ringel, Christian Papra und voraussichtlich auch Gunnar Schenk wichtige Stammkräfte der vergangenen Saison in die Kampfgemeinschaft einbringen.

Trotz des Zusammenschlusses mit dem SV Preußen stellt die kommende Saison den SC Berolina erneut vor große Herausforderungen, sowohl in personeller als auch in finanzieller Hinsicht. Wir nehmen diese Herausforderung gemeinsam mit dem SV Preußen jedoch gerne an und sind optimistisch, gute Leistungen zeigen zu können. Wir hoffen dabei auf eine breitere Zuschauerunterstützung, als dies in der letzten Saison der Fall war und werden daher den Kampfbeginn der Heimbegegnungen auf jeweils 19 Uhr verlegen. Einzige Ausnahme bildet der Heimkampf gegen den SV Luftfahrt II, der am 08.11. 2008 bereits um 16 Uhr beginnen wird.

Die Ansetzungen im Überblick:
06.09.2008 RC Germania Potsdam II (A)
20.09.2008 RV Lübtheen (A)
27.09.2008 Hennigsdorfer RV (H) - Stahlheimer Straße
03.10.2008 TRV II (A)
11.10.2008 KG Vorpommern (H) - Thomasstraße
18.10.2008 SV Luftfahrt II (A)

01.11.2008 RV Lübtheen (H) - Stahlheimer Straße
08.11.2008 SV Luftfahrt II (H) - Thomasstraße
15.11.2008 RC Germania Potsdam II (H) - Thomasstraße
22.11.2008 Hennigsdorfer RV (A)
29.11.2008 TRV II (H) - Thomasstraße
06.12.2008 KG Vorpommern (A)

Weitere Termine:
18.06.2008 Training / Kämpfe mit amerikanischen Ringern beim SV Preußen (18 Uhr)
 
 

Warnemünder Traditionsturnier in Rostock

 
24.5.2008Mit einer kleinen Abordnung folgte der SC Berolina der Einladung des SV Warnemünde zum Warnemünder Traditionsturnier im Rostocker Stadtteil Groß Klein. Die Reise hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Am Start waren Ringer aus Mecklenburg/Vorpommern, aus Polen und Schweden. Auch die Berliner Ringer waren zahlreich vertreten. So schickte alleine der SV Luftfahrt Berlin 37 Ringer auf die Matte, u.a. den amtierenden Deutschen Meister 66 kg Freistil Felix Menzel und den amtierenden Deutschen Vizemeister 74 kg Freistil Martin Obst. Erstligist PSV Rostock war u.a. mit Steffen Lübke (derzeit beim Erstligisten Hallbergmoos unter Vertrag), Denis Langner, Christian Nützmann, Benjamin Sadkowiak und Jan Fridl dabei.

Ferhad Qasimov rang im Gewichtslimit bis 60 kg im griechisch-römischen Stil. Mit Maurice Hippmann (RV Lübtheen) und Henning Wahl (FSV Stralsund) warteten 2 dicke Brocken. Insgesamt hatte Ferhad 4 Gegner. Der Auftakt gegen Alex Fuhr vom RV Lübtheen verlief verheißungsvoll. Mit einem lehrbuchreifen Armdrehschwung schulterte Ferhad den jungen Lübtheener bereits in der ersten Runde. Dass der Kampf gegen Hennig Wahl schwierig werden würde, war klar. Chancenlos war Ferhad jedoch nicht von vornherein, wie das Ligaduell beim SV Luftfahrt in der vergangenen Saison gezeigt hat. Damals standen sich beide allerdings im Freien Ringkampf gegenüber. An diesem Tag war der Stralsunder in Diensten des SV Luftfahrt eine Nummer zu groß. 0:6 und 0:3 lauteten die deutlichen Rundenergebnisse. Die Marschroute war nun klar. Ferhad musste seine Kräfte bündeln, um den entscheidenden Kampf um einen Medaillenrang gegen Jonas von Glasenapp (KG Vorpommern) zu gewinnen. Gegen den Lübtheener Hippmann war erwartungsgemäß kein Kraut gewachsen - entscheidende Niederlage in Runde 1. Während Ferhad Kräfte sparte, musste der junge Ringer von der KG Vorpommern an die Grenzen gehen, um Alex Fuhr zu besiegen. Dieser Kampf zeigte, dass er den verkehrten Ausheber bestens beherrscht. Für Ferhad galt es also, im Stand zu punkten und bei eigenem Vorteil im Boden den Sack zuzumachen. Wie Ferhad diese taktische Marschroute umsetzte, nötigte Respekt ab. Kaum war der Kampf angepfiffen, hatte Ferhad den Gegner bereits auf die Matte geknallt - 3 Punkte. Weil es so gut geklappt hatte, probierte Ferhad es gleich noch mal und diesmal gab es kein Entrinnen für den Vorpommern - Schultersieg. Ein verdienter 3. Platz für Ferhad.

Emrah Osman startete bis 66 kg im Freien Ringkampf. Dieses Turnier zeigte einmal mehr, wie viel Potential in Emrah steckt. Er kann quasi gegen jeden Gegner punkten, muss aber noch lernen, bei eigenem Vorteil den Hebel von offensiv auf defensiv umzulegen. Wenn man 30 Sekunden vor Rundenschluss mit 6:4 führt, dann muss man diesen Vorsprung verteidigen und nicht weiter vorwärts gehen, um am Ende die Runde mit 7:6 abzugeben. 8 Teilnehmer waren gemeldet - das hieß Poolsystem. Erster Gegner war Marian Decker vom SV Luftfahrt. Irgendwie war Emrah noch nicht richtig anwesend - 0:6, 0:6. Im zweiten Kampf gegen den Polen Lukasz Kowalske machte Emrah dann aber nicht viel Federlesen - Schultersieg. Der Kampf gegen Christian Nützmann (bereits Deutscher Meister, Erstligaringer für Rostock und Frankfurt/Eisenhüttenstadt) musste über einen noch möglichen Podestplatz entscheiden. Und Emrah brachte den Favoriten tatsächlich in arge Nöte. 4:3 lag Emrah in der ersten Runde bis kurz vor Schluss in Führung. Aber dann hielt wieder der Leichtsinn Einzug und Nützmann machte noch 2 Punkte. Auch in Runde 2 rang Emrah super mit, holte 4 Punkte. Ein Moment der Unaufmerksamkeit genügte dem Rostocker dann jedoch, um Emrah mittels Kopfhüftschwung zu schultern. Im Kampf umd Platz 5 und 6 war Emrah nicht mehr so recht motiviert. Gegen den Polen Krysztof Bienkowski gab es eine Punktniederlage - 6:7, 2:6. Letztlich Rang 6 für Emrah.

Denis Bischler hatte wiederum Gewicht gemacht und rang bis 66 kg griechisch-römisch. Leider ging das Gewichtmachen auf Kosten der Kondition und Kraft. 5 Teilnehmer waren angetreten. Der erste Kampf bescherte Denis Abubakar Achmerzaev vom Zweitligisten SV Luftfahrt als Gegner. In der ersten Runde schickte Denis seinen Kontrahenten glatt mit 6:0 von der Matte. In Runde 2 gewann der Luftfahrter dank zweifelhafter Entscheidungen des wie immer schwach und äußerst theatralisch pfeifenden Kampfrichters Hanke mit 7:0. Spätestens jetzt war klar, dass Denis den Kampf nicht gewinnen konnte. Die Luft war raus. Die dritte Runde endete erneut mit 7:0 für Achmerzaev. Gegen den starken Schweden Robin Nilsson kam Denis überhaupt nicht in Tritt und verlor mit 2:4 und 0:3. Nun musste das Unmögliche wahr gemacht werden, denn der nächste Gegner hieß Denis Langner vom Erstligisten PSV Rostock, auch bereits Medaillenträger bei Deutschen Meisterschaften. Und tatsächlich schaffte Denis die nicht für möglich gehaltene Sensation. Mit 7:1 und 4:1 gewann Denis deutlich und war auf einmal wieder im Rennen um die Podestplätze. Letzter Gegner sollte Johannes Henneberg vom SV Luftfahrt sein, der jedoch verletzungsbedingt nicht antrat. Langner gab sich keine Blöße mehr und gewann seine weiteren Kämpfe ohne Probleme. Bei der Siegerehrung wurde zunächst der Schwede als Drittplatzierter aufgerufen. Doch der Gastgeber hatte gut aufgepasst. Denis war der wahre Dritte und bekam noch seine verdiente Urkunde.

Es war ein toll organisiertes Turnier und der Dank gebührt dem ausrichtenden SV Warnemünde. Die Berolina-Fraktion nutzte die Gelegenheit und erfrischte sich noch kurz in der noch sehr kühlen Ostsee. Dann ging es zurück in die Hauptstadt. Am 18.06. steht der nächste Höhepunkt an, wenn amerikanische Ringer beim Training zu Gast sind (18 Uhr Sporthalle des SV Preußen in der Stahlheimer Straße).


Denis Bischler - Abubakar Achmerzaev
 
 

Emrah Osman - Marian Decker
 
 

Ferhad Qasimov - Henning Wahl
 
 

Denis Bischler schafft die Sensation und besiegt den haushohen Favoriten Denis Langner
 
 

Emrah Osman - Christian Nützmann
 
 

Emrah Osman bringt den Polen Krysztof Bienkowski an den Rand einer Schulterniederlage
 
 

Siegerehrung 60 kg G/R - Ferhad Qasimov belegt Rang 3
 
 

Denis Bischler, Ferhad Qasimov, Emrah Osman
 
 

Die gesamte Berolina-Fraktion
 
 

 
 

Offene Berliner Meisterschaften - Freistil
Nariman Adurachimov entdeckt Goldader in der Kiefholzstraße - Emrah Osman und Mihail Karimov kratzen am Podest

 
26.-27.1.2008Die offenen Berliner Meisterschaften im Freien Ringkampf wurden professionell vom SV Luftfahrt Berlin ausgerichtet. Ohne viel Schnickschnack wurden die Kämpfe zügig durchgezogen, so dass am Samstag gegen 20:30 Uhr die Sieger bei den Männern gekürt werden konnten.

Diesmal waren außer den Berliner Vereinen der RC Germania Potsdam, der Hennigsdorfer RV, der RV Thalheim auch eine Abordnung des Rostocker Erstligisten PSV Rostock angereist.

Der SC Berolina schickte mit Magomed Hamzatow, Salis Abdullayev, Ilker Koru und Emrah Osman ein Quartett in der Gewichtsklasse bis 66 kg in´s Rennen. Außerdem rang Mihail Karimov in der Gewichtsklasse bis 96 kg.

Ilker Koru war erneut ohne Fortune und konnte keine Akzente setzen. Nach Niederlagen gegen Ümit Eser vom TKV Berlin (Schulterniederlage) und den späteren Zweiten Benjamin Sadkowiak vom SV Warnemünde (0:6, 0:6) war frühzeitig Feierabend für Ilker.

Magomed Hamzatow zeigte Fortschritte und konnte mit einem glänzenden Schultersieg über Johannes Rauchfuss vom Vfl Tegel zumindest etwas für das Selbstvertrauen tun. Klare Niederlagen gegen den späteren Meister Yener Dagdemir (Türkischer Ringerverein) und Marcin Popow (Szczecin) bedeuteten aber das Aus.

Salis Abdullayev schaffte erneut die 60 kg-Marke nicht und musste eine Gewichtsklasse höher starten. Der Wettkampf begann gut mit einem Schultersieg über Johannes Rauchfuss. Doch bereits hier machte sich eine Knieverletzung bemerkbar. Dennoch konnte Salis auch Yves Kuhring vom SV Preußen besiegen, wenn auch mühevoll. Als es um die ersten Poolplätze ging, stand Salis zunächst Yener Dagdemir gegenüber. Die erste Runde ging mit 3:1 an Dagdemir, die zweite mit 4:2 an Salis. Dann konnte Salis verletzungsbedingt nicht mehr weiterringen und gab beim Stand von 0:3 in der letzten Runde den Kampf auf. Auch die letzten beiden Begegnungen gegen Mario Bührig und Ümit Eser musst Salis aufgeben und belegte am Ende Rang 6 in der mit 13 Ringern am stärksten besetzten Klasse.

 

Emrah Osman lieferte einen verheißungsvollen Wettkampf ab. Leider reichte es in einem stark besetzten Feld am Ende nicht ganz zu einer Medaille. Platz 4 war allerdings auch aller Ehren wert. Zunächst besiegte Emrah Aziz Yavuz vom TRV auf Schultern. Dann folgte ein Super-Auftritt gegen Ümit Eser vom Türkischen Kraftsportverein. Knapp endete die erste Runde mit 5:4 für Emrah, deutlich mit 8:0 die zweite. Und noch ein dickes Achtungszeichen hinterließ Emrah, als er auch noch Kevin Thalau vom SV Luftfahrt mit 7:2 und 3:3 besiegte. Im entscheidenden Duell um den Poolsieg war er dann allerdings gegen den bereits erstligaerfahrenen Benjamin Sadkowiak chancenlos (1:3, 0:6). Im kleinen Finale stand Emrah Mario Bührig vom SV Luftfahrt gegenüber. Es schien, als hätte Emrah seine Kräfte im Vorfeld verpulvert. 0:6 ging der erste Durchgang an den Luftfahrter. Dann drehte Emrah noch mal auf und gewann die äußerst spannende zweite Runde mit 8:7. In der entscheidenden letzten Runde fehlte dann aber völlig der Faden - 0:6.

Mihail Karimov erwischte ein günstiges Los. Er konnte Olgun Kaplan vom TRV schultern, war dann aber gegen Oliver Diller vom RC Germania Potsdam technisch unterlegen. Das kleine Finale gegen Karsten Pikulla vom gleichen Verein war bereits nach wenigen Sekunden beendet. Ein schöner Überwurf und Mihail fand sich auf den Schultern wieder. Am Ende Rang 4 für Mihail.

 

Am Sonntag - 27. Januar 2008 - waren die A-/B-Jugendlichen an der Reihe. Der SC Berolina stellte mit Nariman Abdurachimov lediglich einen Vertreter in der Gewichtsklasse bis 63 kg. Darüber hinaus rang Robert Cichala (76 kg) noch für den SC Berolina. Hier zeichnet sich aber ein Vereinswechsel zum Türkischen Ringerverein ab, von dem Robert auch bereits betreut wurde.

Robert Cichala blieb in seinen Kämpfen gegen Stefan Zejewski (Potsdam), Lars-Erik Eichler (SV Luftfahrt) und Patryk Wozniak (AKS Biabgrad - Polen) ohne eigene Möglichkeiten und verlor jeweils deutlich.

 

Nariman hatte mit Alexander Pippel vom RC Germania Potsdam nur einen Gegner. Dieser allerdings hat bereits reichlich Kampferfahrung gesammelt, u.a. in der Oberliga, wohingegen Nariman bei den Berliner Meisterschaften seine ersten, wirklichen Wettbewerbe absolvierte. Die erste Runde gestaltete Nariman absolut überlegen und gewann durch seine kräftigen Rollen glatt mit 6:0. Der zweite Durchgang verlief ausgeglichen. Dann verschenkte der Kampfrichter einen Punkt an den jungen Potsdamer und dieser entschied die Runde am Ende mit 4:3 für diesen. Nariman musste jetzt auf´s Ganze gehen und brachte seinen Gegner auch gleich in die gefährliche Lage. Die 3 Punkte, die der Kampfrichter vergab und die auch bereits auf der Anzeigetafel erschienen, verschwanden jedoch wenig später wunderlicherweise. Warum diese 3 Punkte wieder annulliert wurden - das kann wohl nur der Kampfrichter erklären, der sich über alle Maßen durch Zwischenrufe für den Potsdamer aus dem Konzept bringen ließ. Zum Glück behielt Nariman die Übersicht und brachte die Runde mit 4:2 noch relativ sicher nach Hause. Goldmedaille für Nariman und Glückwunsch auch an dieser Stelle - dieses Erfolgserlebnis wird ihm weiter Auftrieb geben.
 

 

Offene Berliner Meisterschaften - Griechisch-Römisch
4 x Edelmetall für den SC Berolina 1903 e.V.

 
19.-20.1.2008 Erstmals wurden die Berliner Meisterschaften als offene Meisterschaften ausgetragen. Veranstalter war der SV Preussen Berlin. Und so war denn auch eine illustre Ringergemeinde angereist. Neben den Berliner Vereinen waren unter anderem der RSV Hansa 90 Frankfurt/Oder, der RV Thalheim, die KG Vorpommern, der FSV Stralsund und der RC Germania Potsdam vertreten. Die erhofften Effekte traten ein: die Gewichtsklassen waren im Vergleich zu den Vorjahren besser besetzt, die Kämpfe spannender. Von Nachteil war allerdings, dass sich die Veranstaltung am 19. Januar bis ca. 22:30 Uhr hinzog. Hier wäre eine Vorverlegung der Kämpfe um ca. 2 Stunden sicher eine Überlegung wert.

Der SC Berolina schickte bei den Männern mit Ferhad Qasimov (55 kg), Ilker Koru, Denis Bischler, Salis Abdullayev (alle 66 kg), Jörn Dassow (84 kg) und Mihail Karimov (96 kg) 6 Vertreter auf die Matte. Sören Schwuchow musste leider krankheitsbedingt passen.

Ferhad Qasimov erwischte einen eher schwachen Tag. Insgesamt bewarben sich 5 Ringer in der Gewichtsklasse bis 55 kg um den Titel. Gleich im ersten Kampf kassierte Ferhad eine vermeidbare Niederlage gegen Alexander Kasarinov von der KG Vorpommern. In der zweiten Begegnung konnte er seinen Gegner Ariumboldt Milbredt vom TRV in der 2. Runde schultern. Gegen Marc Fraede vom Gastgeber SV Preussen blieb Ferhad erneut ohne jede Chance und kassierte eine Schulterniederlage. Im letzten Kampf setzte es eine klare Punktniederlage gegen Benjamin Meyer aus Frankfurt/Oder. Am Ende Rang 4 für Ferhad - ein Ergebnis, dass nicht wirklich zufrieden stellen kann.

Gleich 3 Akteure starteten in der Gewichtsklasse bis 66 kg, in der insgesamt 9 Sportler antraten. Ilker Koru begann gegen Ives Kuhring vom SV Preussen. Nach verlorener erster Runde (0:5) sicherte sich Ilker Runde 2 mit 2:1, um dann den entscheidenden Durchgang mit 2:1 zu verlieren. Hier war sicher mehr drin. Im zweiten Kampf war Ilker gegen Yener Dagdemir vom Türkischen Ringerverein ohne jede Möglichkeit.

Denis Bischler hatte auf 66 kg abtrainiert. Das erste Duell beendete Denis technisch überlegen gegen Ives Kuhring (6:0, 6:0). Ein dicker Brocken wartete im zweiten Kampf mit Christoph Bast vom RSV Hansa 90 Frankfurt/Oder. Zunächst sah alles gut aus. Denis gewann Runde 1 mit 4:1. Der zweite Durchgang ging 1:1 aus mit dem Vorteil für den Frankfurter. Denis versuchte nun alles, wurde jedoch ausgekontert und verlor die 3. Runde mit 1:3. Jetzt musste eine Energieleistung folgen, um noch auf einem Podestplatz zu landen. Der nächste Gegner war Yener Dagdemir und Denis legte nach verlorener erster Runde eine ganz famose Leistung hin, gewann die zweite Runde mit 3:1 und konnte Dagdemir in der dritten Runde beim Stand von 5:0 schultern. Das war gleichbedeutend mit dem Einzug in das "Kleine Finale". Dort setzte sich Denis ungefährdet gegen den Frankfurter Christoph Schrade durch. Den Gewinn der Bronzemedaille musste Denis jedoch teuer bezahlen. Einer der vorderen Schneidezähne trug nach einem Zusammenprall mit Schrade einen Riss davon. Warten wir mal ab, was der Dentist dazu sagt.

Salis Abdullayev schaffte es nicht mehr, auf 60 kg herunterzukommen und startete somit im 66 kg - Limit. Er hatte den vermeintlich leichteren Pool erwischt. Gegen Sergej Bondar von der KG Vorpommern schaffte Salis einen Traumstart - 5:3, 8:1 und Schultersieg. Im Kampf gegen Christoph Schrade aus Frankfurt wurde Salis klar vom Kampfrichter benachteiligt. Nach 6:0 im ersten Durchgang verlor er aufgrund einer nicht gegebenen Wertung nach einer Rolle Runde 2, 4:4 mit Vorteil für den Frankfurter. Der Saft war raus, die letzte Runde ging mit 1:3 verloren. Es folgte ein klarer Sieg gegen Werner Schellenberg, Plauen (5:0, 6:4). Das Glück war Salis jedoch hold. Trotz der Niederlage zog er in das Finale ein, da sein Bezwinger ebenfalls gepatzt hatte. Gegner im Finale war Christoph Bast, der zuvor Denis Bischler besiegen konnte. In der ersten Runde trumpfte Salis auf, schickte seinen Widerpart mit 6:0 in die Ecke. Dann jedoch wendete sich das Blatt. 1:1 und 0:6 - am Ende die Silbermedaille für eine ganz tolle Leistung im höheren Gewichtslimit.

Jörn Dassow hatte Lospech, mit Tom Linke und Waldemar Streib zwei Topgegner im Pool. Gegen Tom Linke war Jörn diesmal chancenlos (0:6, 1:6). Auch die Begegnung gegen Streib, der für den Erstligisten PSV Rostock startet, ging klar verloren (0:6, 0:5). Im letzten Kampf gegen den Potsdamer Bastian Kurz (3:4, 0:6) war vielleicht mehr drin, aber Jörn war aufgrund einer Fehlauskunft schon fast auf dem Nachhauseweg und nicht mehr auf einen Kampf eingestellt.

Mihail Karimov schaffte die 84 kg mal wieder nicht und rückte in´s 96 kg Limit auf. Gegen Konstantin Solovyev vom VfL Tegel war ein Sieg drin. Knapp sicherte sich der Tegeler mit 4:3 die erste Runde, dann schaffte Mihail ein 3:0. In der letzten Runde verletzte sich Mihail dann unglücklich und verlor daher den Kampf. Weiterringen konnte er trotzdem, gegen Christian Engels - Potsdam - war jedoch kein Kraut gewachsen (0:6, 0:9).

 
Am Sonntag, 20. Januar 2008, gingen die A- und B-Jugendlichen auf die Matte. Mit Oleg Lehmann und Nariman Abdurachimov waren 2 Athleten des SC Berolina dabei. Oleg hatte lediglich einen Gegner und konnte diesen überzeugend besiegen. Gold für Oleg!!! Nariman errang zunächst einen überzeugenden Sieg, musste dann aber im entscheidenden Kampf um die Goldmedaille eine Niederlage hinnehmen. Die Silbermedaille war aber trotzdem aller Ehren wert.

Am 26. und 27. Januar 2008 folgen die Offenen Berliner Meisterschaften im Freien Ringkampf.
 

 

Revanche misslungen
SC Berolina - Ringerverein Lübtheen 19:22

 
1.12.2007 Im Ringkampf ist vieles möglich und manchmal entscheidet nur ein klitzekleiner Moment über Sieg und Niederlage. Der SC Berolina befand sich bereits auf der Zielgeraden, hatte den Gesamtsieg vor Augen, als Routinier Jens Fütterer Denis Bischler mit einem verkehrten Kopfhüftzug für einen kurzen Augenblick auf die Schultern beförderte. Das Blatt hatte sich gewendet, die Lübtheener und Rostocker Ringer machten sich mit einem letztlich verdienten Auswärtssieg auf die Heimreise. Der SC Berolina konnte die Saison leider nicht mit einem Sieg beenden.

Die Einzelkämpfe:

55 kg - GR - Ferhad Qasimov - Alex Fuhr 4:0 (5:2, 6:1, 6:0) Gesamt: 4:0
Ferhad hatte durchaus Probleme mit seinem jungen Gegner, schien auch nicht auf den Punkt topfit zu sein. Er fand sich jedoch mit zunehmender Kampfdauer besser zurecht und holte am Ende einen technisch überlegenen Sieg. Das war der versöhnliche Abschluss einer Saison mit sehr durchwachsenen Leistungen, die der Mannschaft aber sehr viele wertvolle Punkte gebracht haben.

120 kg - FR - Volkan Erol - Andreas Werth 0:4 (2:5, 0:7 Schultersieg blau) Gesamt: 4:4
Volkan ließ sich zu sehr beeindrucken von seinem körperlich starken Gegner. Hier wäre Volkan besser beraten gewesen, von Beginn an konzentrierte Beinangriffe zu starten, statt sich im Standkampf binden zu lassen. Immerhin holte sich Volkan in der ersten Runde 2 Punkte, wurde jedoch im folgenden Durchgang geschultert.

60 kg - FR - Sören Kühn - Maurice Hippmann 0:4 (0:4 Schultersieg blau) Gesamt: 4:8
In letzter Sekunde erreichte Sören die Halle und das Gewicht stimmte auf das Gramm genau. Dem Deutschen Meister 2001 war Sören an diesem Nachmittag allerdings nicht gewachsen. Mit einem wunderbaren Wurf beförderte Maurice Hippmann Sören in die gefährliche Lage und ließ ihn aus dieser Situation nicht mehr entkommen.

96 kg - GR - Sören Schwuchow - Robert Schwenck 3:2 (2:3, 3:0, 1:3, 3:0, 6:1) Gesamt: 7:10
Eine glanzvolle kämpferische Leistung sicherte Sören auch im letzten Saisonkampf einen Sieg. Dabei musste er über die volle Distanz gehen. Sieggaranten waren die guten Rollen im Bodenkampf und das notwendige Quäntchen Glück.

66 kg - GR - Ceyhun Sadykow kampflos 4:0 Gesamt: 11:10
Da sollte der junge Ceyhun einmal Ligaluft schnuppern - jedoch ließen die Lübtheener diesen Kampf unbesetzt. So verhalf Ceyhun der Mannschaft kampflos zu 4 Punkten.

84 kg - FR - Mihail Karimov - Gordon Schwenck 4:0 (1:1, 4:0, 3:1 Schultersieg rot) Gesamt: 15:10
Was für ein famoser Auftritt von Mihail!! Die erste Runde sicherte sich Mischa in letzter Sekunde, um dann den zweiten Durchgang klar zu beherrschen. Eine Steigerung schien hier kaum noch möglich. Doch gelang Mischa auch diese noch mit einem Schultersieg, gleichbedeutend mit seinem zweiten Saisonsieg. Darauf lässt sich doch aufbauen. Super Vorstellung!! Und auf einmal war der Gesamtsieg für den SC Berolina in erreichbare Nähe gerückt.

66 kg - FR - Ilker Koru - Benjamin Sadkowiak 0:4 (0:6, 0:6, 0:7) Gesamt: 15:14
Ilker war erneut chancenlos gegen den diesjährigen Dritten der Norddeutschen Meisterschaften. Benjamin Sadkowiak beherrschte Ilker nach Belieben und gewann hoch verdient und technisch überlegen.

84 kg - GR - Jörn Dassow - Erik Regling 0:4 (1:7, 1:7, 3:7) Gesamt: 15:18
In diesem Kampf hatte sich der Sport Club mehr ausgerechnet. Der stürmische Warnemünder war für Jörn an diesem Tag aber eine Nummer zu groß. Da die Lübtheener auch die Gewichtsklasse bis 74 kg Freistil nicht besetzt hatten, musste der Kampf zwischen Denis Bischler und Jens Fütterer die Entscheidung bringen.

74 kg - GR - Denis Bischler - Jens Fütterer (3:0, 6:0, 0:3 Schultersieg blau). Gesamt: 15:22
Denis durfte gewarnt sein, stand ihm doch mit Jens Fütterer vom SV Warnemünde ein sehr erfahrener Mann gegenüber, der in diesem Jahr bei den German Masters die Silbermedaille holte. Denis ging die Sache konzentriert an, brachte die Rollen am Boden durch und gewann die beiden ersten Runden sicher. Ein Kampf geht aber über mindestens 3 Runden und so nutzte der Mann von der Ostseeküste eine kleine Unachtsamkeit von Denis gnadenlos aus und zog einen verkehrten Kopfhüftzug durch. Lange Gesichter bei den Berlinern, große Freude bei den Gästen. So dicht liegen Freud und Leid manchmal beisammen. Kein Vorwurf jedoch an Denis. Er hat der Mannschaft die 3 in die Gesamtwertung eingehenden Siege erst gesichert, hat alle 10 Begegnungen bestritten und dabei lediglich eine Niederlage hinnehmen müssen.

74 kg - FR - Oleg Lehmann kampflos 4:0 Gesamt: 19:22
Oleg betrieb noch ein wenig Ergebniskosmetik und brachte kampflos 4 Punkte auf das Berolina-Konto.

Die Saison in der Oberliga Nord 2007 ist Geschichte. Der SC Berolina hat versucht, mit den vorhandenen, äußerst bescheidenen Möglichkeiten das Beste herauszuholen. Ein ums andere Mal hat ein wenig das Glück gefehlt, um mehr Punkte zu holen und sich in der Abschlusstabelle besser zu platzieren. Trotzdem haben sich die Berolina-Ringer gut verkauft und werden sich nun zielgerichtet auf die Anfang 2008 anstehenden Einzelmeisterschaften vorbereiten.
 

 

SC Berolina schlägt sich selbst
SC Berolina - Ringerman's Friend 13:24

 
10.11.2007Es war ein merkwürdiger Abend in der Sporthalle des SV Preussen in der Stahlheimer Straße. Der Sport-Club stolperte über das eigene Unvermögen, überlegen geführte Kämpfe dann auch tatsächlich siegreich zu beenden. Stattdessen wurden vorfristig Weihnachtsgeschenke an die Sportler der Ringerman's Friend verteilt. Starke Auftritte von Sören Kühn, Jörn Dassow und Sören Schwuchow reichten somit am Ende nicht, um dieses Duell auch in der Rückrunde zu gewinnen.

Die Einzelkämpfe:

55 kg - GR - Ferhad Qasimov - Marc Fraede 0:3 (2:2, 2:2, 2:2) Gesamt: 0:3
Ferhad hätte diesen Kampf gewinnen können, ja vielleicht sogar gewinnen müssen. Zumindest waren ein oder zwei Rundengewinne möglich und auch die hätten in der Gesamtabrechnung wichtig werden können. Ferhad versäumte es jedoch, selbst bei eigenem Vorteil den Sack zuzumachen. Die letzte Konsequenz und der letzte Wille hat hier einfach gefehlt.

120 kg - FR - Volkan Erol - Christian Papra 0:4 (0:1, 3:2, 6:0, 0:3 Schultersieg blau) Gesamt: 0:7
Volkan Erol - Christian Papra
Die taktischen Vorgaben für Volkan gegen einen technisch limitierten Gegner waren ganz klar. In Runde 1 wollte Volkan diese jedoch noch nicht beherzigen. Er ließ sich vom 12 kg schwereren Christian Papra einmal aus der Kampfzone herausschieben. In Runde 2 hatte Volkan dann realisiert, dass die Stilart Freier Ringkampf heißt. Und prompt brachte er seinen Gegner in gewaltige Schwierigkeiten. In Runde 3 rang er den Preußen schwindlig und schickte ihn mit schönen Beintechniken vorzeitig von der Matte. Um so unfassbarer dann der Kampfverlauf in Runde 4. Volkan brachte einen überhasteten Beinangriff nicht durch und legte sich dann irgendwie selbst auf die Schultern. Ganz schnell abhaken, Volkan - das ist auch anderen Ringern schon passiert.

60 kg - FR - Sören Kühn - Patricio Harriague Llanes 3:1 (2:1, 1:3, 6:2, 3:2) Gesamt: 3:8
Sören lieferte einen phantastischen Auftritt ab. Er wollte es partout besser machen, als in den 2 Kämpfen zuvor. Viel hätte nicht gefehlt und Sören hätte seinen Gegner geschultert. Feiner Auftritt mit dem notwendigen Gespür für das taktisch richtige Verhalten.

96 kg - GR - Sören Schwuchow - Matthias Ringel 3:1 (1:1, 1:1, 5:0, 2:1) Gesamt: 6:9
Sören Schwuchow - Matthias Ringel
Glücklicherweise stellte sich Sörens Verletzung als nicht so schwerwiegend heraus und er konnte wieder auf die Matte. Sören stellte unter Beweis, dass er nichts von seinem Selbstvertrauen verloren hat. Souverän beherrschte er den erfahrenen Matthias Ringel und kam ungefährdet zum Sieg.

66 kg - GR - Salis Abdullayev - Ronny Bahr 0:3 (1:3, 3:4, 3:4) Gesamt: 6:12
Dieser Kampf war der Knackpunkt des Abends. Salis holte in der ersten Runde vermeintlich kurz vor dem Pausengong noch eine 3-er Wertung. Glaubten die Berolina-Ringer zunächst an den Rundengewinn, wurden sie durch den schwachen Kampfrichter und das in diesem Moment noch schwächere Kampfgericht eines Besseren belehrt. Die letzte Wertung wurde nicht mehr gegeben, da die Kampfzeit angeblich bereits abgelaufen war. In der Folge besiegte sich Salis dann allerdings selbst. Immer wieder vermochte er es, seinen Gegner auszuheben, eroberte aus diesen Situationen jedoch keine Punkte. Trotz aller Widrigkeiten hätte Salis diesen Kampf für sich entscheiden müssen.

84 kg - FR - Mihail Karimov - Arthur Batajev 0:3 (0:1, 1:1, 1:2) Gesamt: 6:15
In einem farblosen Kampf beschränkte sich der Preußen-Ringer auf einen schnellen Beinangriff pro Runde. Mihail versuchte, sich die Wertungen zu erarbeiten, hatte jedoch keinen Erfolg.

66 kg - FR - Ilker Koru - Ives Kuhring 0:4 (0:2, 0:4, 0:3 Schultersieg blau) Gesamt: 6:19
Ilker war chancenlos, hätte aber zumindest auf ein 0:3 hinarbeiten müssen. Das klappte leider nicht. Schönheitspreise werden beim Ringen nicht vergeben. Manchmal muss man auch mit einem kleinen Schritt zufrieden sein. Auch das wird Ilker noch lernen.

84 kg - GR - Jörn Dassow - Christian Dieskau 3:1 (1:2, 7:1, 3:1, 1:1) Gesamt: 9:20
Etwas überraschend stellte Ringerman's Friend Christian Dieskau im griechisch-römischen Stil auf. Jörn nahm diese Herausforderung gerne an, fehlte der Name Dieskau jedoch bislang in seinem Startbuch. Lediglich in Runde 1 ließ Jörn die Zügel noch ein wenig schleifen. Im zweiten Durchgang explodierte Jörn dann förmlich, wirbelte seinen Gegner über die Matte und vorzeitig in die Pause. Es folgte eine taktische Meisterleistung und der verdiente Sieg. Das regelmäßige Training macht sich nun bezahlt und Jörn wird immer stärker. Das lässt für die Einzelmeisterschaften hoffen.

74 kg - GR - Denis Bischler - ohne Gegner 4:0 Gesamt: 13:20
Aus welchen Gründen auch immer: für Denis wurde kein Gegner gestellt.

74 kg - FR - Oleg Lehmann - Gunnar Schenk 0:4 (0:2 Aufgabe) Gesamt: 13:24
Der Kampf war bereits entschieden. Aus Rücksichtnahme auf den erst 14-jährigen Oleg wurde der Kampf abgegeben.

Diese Niederlage war sicherlich überflüssig. Aber davon geht die Welt nicht unter. Es war nur ein Ligakampf. Es ist jedoch klar, dass noch viel Arbeit auf die Berolina-Truppe wartet, insbesondere im taktischen Bereich. Das Mannschaftsgefüge ist jedoch intakt, was sich auch angesichts der Niederlage einmal mehr zeigte. Die Mannschaft gewinnt zusammen und sie verliert zusammen.

Der letzte Saisonkampf findet am 01.12.2007 um 16 Uhr statt. Austragungsort wird voraussichtlich die Halle in der Kopfstraße 55 in Berlin-Neukölln sein. Möglicherweise steht dann aber auch bereits wieder die Halle in der Thomasstraße zur Verfügung. Gegner ist der Ringerverein Lübtheen. Hier ist aus dem verlorenen Hinkampf noch eine Rechnung zu begleichen. Für den SC Berolina kann es nur darum gehen, sich anständig aus dem Mannschaftswettbewerb zu verabschieden und Selbstbewusstsein für die im Januar 2008 stattfindenden Landesmeisterschaften zu tanken.
 

 

Gesamtergebnis bis zum letzten Kampf offengehalten
SC Berolina - SV Luftfahrt II 18:22

 
3.11.2007Nicht nur der SV Luftfahrt war von Verletzungssorgen geplagt. Dem SC Berolina klebt das Pech bereits seit Wochen an den Ringerstiefeln. Abgesehen vom Hallenproblem, verletzte sich nun auch noch Sören Schwuchow beim Aufwärmtraining. So musste das Berolina-Team auf die Schnelle umgestellt werden. Jörn Dassow rückte in das 96-kg-Limit auf, 84 kg Freistil wurde nicht besetzt.

Das Bild war gewöhnungsbedürftig: die Luftfahrter in eigener Halle mit blauen, die Berolina-Ringer in fremder Halle mit roten Trikots. Keine Frage: an diesem Abend war der Gesamtsieg für den SC Berolina durchaus möglich. Das belegt auch die Tatsache, dass die Hälfte der Duelle zu eigenen Gunsten entschieden werden konnten. Wenn man allerdings einen Mannschaftskampf gewinnen will, dann darf man sich eben nicht gleich vier 0:4- Niederlagen leisten.

Die Einzelkämpfe:

55 kg - GR - Ferhad Qasimov - ohne Gegner 4:0 Gesamt: 4:0

120 kg - FR - Volkan Erol - Lukas Skaskiewicz 0:4 (2:9, 0:4 Schultersieg blau) Gesamt: 4:4
Keine Chance für Volkan. Wie bereits im Hinkampf war der Luftfahrt-Ringer für Volkan eine Nummer zu groß. Dieser Kampfausgang musste allerdings erwartet werden, zumal Volkan noch immer seinem Trainingsrückstand aufgrund einer Verletzung hinterherhinkt.

60 kg - FR - Sören Kühn - Kevin Thalau 4:0 Übergewicht blau Gesamt: 8:4
Berolina diesmal im Glück. Kevin Thalau hatte leichtes Übergewicht. Den ausgetragenen Freundschaftskampf konnte er mit 3:1 (0:1, 3:0, 0:3, 0:2) für sich entscheiden. Sören machte eine bessere Figur, als noch eine Woche zuvor in Hennigsdorf. Es reichte allerdings nur zu einem Rundengewinn. Da halfen auch die lauten Aufmunterungsrufe von Töchterchen Laura nichts.

96 kg - GR - Jörn Dassow - Sascha Förster 3:2 (2:0, 1:1, 1:2, 3:1, 2:1) Gesamt: 11:6
Jörn rückte für den verletzten Sören Schwuchow in das 96 kg - Limit auf. Den großen Gewichtsunterschied steckte er gut weg, rackerte und arbeitete gegen seinen doch recht defensiven Gegner. Auch von dem 2:1-Rundenrückstand ließ sich Jörn nicht beeindrucken und siegte letztlich eng, aber absolut verdient.

66 kg - GR - Ilker Koru - Christopher Krowiorz 0:4 (0:6, 0:6, 0:7) Gesamt: 11:10
Berolina hatte kurzfristig umgestellt und Ilker im griechisch-römischen Stil aufgestellt. Gegen den Deutschen Meister der A-Jugend 2006 war Ilker machtlos. Der Luftfahrt-Ringer siegte technisch überlegen.

84 kg - FR - Daniel Bergmann - kampflos 0:4 Gesamt: 11:14

66 kg - FR - Salis Abdullayev - Mario Bührig 3:0 (3:1, 2:1, 4:1) Gesamt: 14:14
Dieser Kampf war eine Augenweide. Salis rang stark, ließ überhaupt nichts anbrennen. Wie Salis in der 2. Runde die letzten Kampfsekunden nutzte und den drohenden Rundenverlust abwehrte - das war ganz großer Sport.

84 kg - GR - Mihail Karimov - Robert Meissner 0:4 (0:5 Schultersieg blau) Gesamt: 14:18
Vielleicht war die Erwartungshaltung zu hoch. Hinzu kam eine falsche Kampfrichter-entscheidung, die Mihail vielleicht zusätzlich irritiert hat. Mittlerweile sollte sich herumgesprochen haben, dass der Kampf bei gefährlicher Lage nicht unterbrochen wird. Die Schulterniederlage wäre aber wohl auch so besiegelt gewesen.

74 kg - GR - Denis Bischler - Paul Schiwek 4:0 (1:0 Aufgabe) Gesamt: 18:18
Denis siegte durch Kampfaufgabe seines Gegners. Damit musste der letzte Kampf die Entscheidung bringen.

74 kg - FR - Oleg Lehmann - Lars-Erik Eichler 0:4 (0:4 Schultersieg blau) Gesamt: 18:22
Der Luftfahrt-Ringer legte los wie die Feuerwehr. Oleg hatte sich viel vorgenommen, wollte sich für die Hinkampf-Niederlage revanchieren. Das ging leider in die Hose. Noch in der ersten Runde wurde Oleg geschultert. Aber vergessen wir nicht, dass Oleg erst 14 Jahre alt ist.

Auch den Heimkampf am 10.11.2007 gegen Ringerman's Friend werden die Berolina-Ringer in fremdem Gefilden austragen. Der SV Preussen gewährt dem SC Berolina Asyl. Vielen Dank dafür. (Ort: Stahlheimer Straße 46, 10439 Berlin, Waage: 18:30, Kampfbeginn: 19:00 Uhr).
 

 

Bittere Niederlage in Hennigsdorf - Denis Bischler rettet Mannschaftsehre
Hennigsdorfer RV - SC Berolina 29:11

 
27.10.2007Zum ersten Mal in dieser Saison kam der SC Berolina so richtig unter die Räder. Der Sieg der Hennigsdorfer war zweifellos verdient, in dieser Höhe allerdings ein wenig schmeichelhaft. Das Gesamtergebnis spiegelt die wahren Kräfteverhältnisse nur ungenügend wider.

Sören Schwuchow und Sören Kühn verloren ihre Kämpfe lediglich durch kleine Unkonzentriertheiten und zweifelhafte Kampfrichterentscheidungen. Ilker Koru gab den Kampf durch einen groben taktischen Schnitzer aus der Hand und kassierte zu allem Überfluss auch noch die Schulterniederlage. Hervorzuheben waren neben Denis Bischler, der die Ehre der Mannschaft rettete und den starken Robert Meseck besiegte, die Leistungen von Salis Abdullayev, Mihail Karimov, Jörn Dassow und Volkan Erol, die sich trotz der Niederlagen wacker zur Wehr setzten.

Der Hennigsdorfer RV trat in der momentanen Bestbesetzung an, belegte bis auf das 55 kg - Limit alle Gewichtsklassen und war bis in die Haarspitzen motiviert, dieses Duell für sich zu entscheiden. Das alles zeigte allerdings auch den gehörigen Respekt vor den Gästen aus Berlin.

Der Kampfabend begann wie immer in Hennigsdorf gewöhnungsbedürftig mit der Brandenburghymne. Leider ging der Sportsfreund Kosanke nicht auf den Berolina-Vorschlag ein, den Titel live zu intonieren, um das Ganze ein wenig aufzulockern. Dann folgten die Kämpfe:

55 kg - GR - Ferhad Qasimov - ohne Gegner 0:4 Gesamt: 0:4

120 kg - FR - Tim Siebert - Volkan Erol 4:0 (7:0, 2:0, 8:6) Gesamt: 4:4
Trotz des Trainingsrückstands durch Verletzung stellte sich Volkan in den Dienst der Mannschaft. Er hatte einen schweren Stand gegen das Hennigsdorfer Konditionswunder Tim Siebert. Die ersten 2 Runden gingen deutlich verloren. In der letzten Runde dann deutete Volkan an , dass mit ihm im gesunden Zustand zu rechnen ist. Schade, dass es hier letztlich nicht wenigstens zu einem 0:3 genügte.

60 kg - FR - Daniel Krebs - Sören Kühn 3:2 (1:0, 1:2, 0:1, 1:0, 2:1) Gesamt: 7:6
Die Defensivtaktik des Hennigsdorfers ging leider voll auf. Trotzdem biss sich Sören konzentriert zu 2 Rundengewinnen durch. In der vierten Runde besaß Sören die große Chance, den Kampf für sich zu entscheiden. Da es nach den 2 Kampfminuten 0:0 stand, durfte Sören im Clinch das Bein des Gegners fassen. Es gelang ihm dann jedoch nicht, den notwendigen Punkt zu erobern. In der letzten Runde waren die Reserven dann erschöpft.

96 kg - GR - Thomas Woelki - Sören Schwuchow 3:2 (1:2, 1:1, 1:1, 1:1, 2:1) Gesamt: 10:8
Sören ging geschwächt an den Start, musste im Vorfeld Gewicht machen und hatte mit einer starken Erkältung zu kämpfen. Diesen Widrigkeiten trotzend, setzte er sich in den ersten beiden Runden durch. Danach wurde er allerdings vom Kampfrichter benachteiligt, musste jeweils als erster in die Bankstellung und verlor folgerichtig die letzten 3 Runden.

66 kg - GR - Andre Kermes - Salis Abdullayev 3:0 (2:2, 3:0, 4:1) Gesamt: 13:8
Salis hielt gegen den starken Andre Kermes gut mit. Um ein Haar hätte er sich die erste Runde gesichert, verlor diese lediglich aufgrund der durch den Hennigsdorfer erzielten höheren Wertung. In der dritten Runde kam Salis in arge Nöte, fand sich in der gefährlichen Lage wieder. Wie er aber hier stabil in der Brücke stand - das nötigte Respekt ab. Andre Kermes versuchte mit allen Mitteln, Salis zu schultern, wurde dabei aber durch den Kampfrichter zurückgepfiffen.

84 kg - FR - Bernd Brennert - Jörn Dassow 4:0 (4:6 Schultersieg rot) Gesamt: 17:8
Mit großem Bimborium wurde der letzte aktive Auftritt Bernd Brennerts angekündigt. Zur Feier des Tages hatte der Hennigsdorfer jedoch nicht Maßanzug und Krawatte aus dem Schrank geholt, sondern das gute, körperbetonte Ringertrikot aus alten Wettkampftagen. Jörn legte gut los, konnte den Gegner mit einem schönen Armdrehschwung in Schwierigkeiten bringen. Dann zeigte der Mattenfuchs Brennert jedoch seine Qualitäten und schulterte Jörn noch in der ersten Runde. Die Halle stand Kopf, Bernd Brennert wurde von seinen Schützlingen schuhlos von der Matte getragen.

66 kg - FR - Wesselin Russew - Ilker Koru 4:0 (3:2, 3:1, 4:1 Schultersieg rot) Gesamt: 21:8
Diese Niederlage war vermeidbar. Bereits in den ersten beiden Runden war mehr für Ilker drin. In der dritten Runde dann hatte Ilker die erste Wertung des Hennigsdorfers gekontert und lag damit vorn. Völlig unnötig ließ er sich zu weiteren Aktionen verleiten und fand sich prompt auf den Schultern wieder. Schade.

84 kg - GR - Till Kosanke - Mihail Karimov 3:0 (3:0, 2:1, 3:0) Gesamt: 24:8
Mihail rang stark, neutralisierte seinen Gegner im Standkampf und ließ ihn überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Im Boden spielte Till Kosanke dann seine ganze Routine aus, holte sich immer kurz vor dem Zeitgong die 2-er Wertung und schaukelte den Kampf auf diese Weise mehr schlecht als recht nach Hause.

74 kg - GR - Robert Meseck - Denis Bischler 1:3 (0:5, 1:2, 1:1, 1:3) Gesamt: 25:11
Der Kampfrichter lag an diesem Abend einige Male daneben. Denis für seinen Überwurfversuch in der ersten Runde 3 Punkte zuzuerkennen, war sicherlich übertrieben. Angesichts des bereits entschiedenen Gesamtkampfes sind allerdings die darauf folgenden Undiszipliniertheiten im Hennigsdorfer Lager absolut unerklärlich. Ein anderer Kampfrichter hätte hier mit Sicherheit energischer durchgegriffen. Denis hatte schwer zu kämpfen gegen seinen Gegner, der allerdings wiederholt versuchte, mit Kopfstössen einen Vorteil zu erreichen. Denis jedoch ist abgeklärt genug, auch solche Situationen cool zu meistern. Glanzvoller Auftritt!!

74 kg - FR - Norman Brennert - Wulf Richter 4:0 (1:0, verletzungsbedingte Aufgabe in Runde 2) Gesamt: 29:11
Im Gegensatz zur Heimbegegnung konnte sich der Mannschaftskapitän und Senior in einem seiner letzten aktiven Kämpfe voll auf's Ringen konzentrieren. Starker Auftritt in Runde 1, als Wulf lediglich eine Wertung des Hennigsdorfers zuließ. In Absprache mit dem Trainergespann und aufgrund der Gesamtkonstellation wurde dann vorsorglich entschieden, den Kampf wegen beim Training wieder aufgetretener Schulterbeschwerden aus einer alten Verletzung abzugeben.

Es sei noch erwähnt, dass die Atmosphäre in der Hennigsdorfer Halle alles andere als einladend war. Die markigen Sprüche des Hallensprechers bewegten sich oftmals hart an der Grenze des guten Geschmacks und jenseits jeder sportlichen Fairness, verbale Fehlgriffe standen auf der Tagesordnung.

Die Berolina-Ringer sollten sich nicht allzu lange mit dieser Niederlage aufhalten und stattdessen nach vorne schauen. Wegen der Sperrung der Halle in der Kopfstraße wird der Heimkampf des SC Berolina gegen die Reserve des SV Luftfahrt Berlin am kommenden Samstag, 03.11.2007, um 17 Uhr in der Kiefholzstraße in Berlin-Treptow als Vorkampf der Bundesligabegegnung SV Luftfahrt Berlin - SV Greiz ausgetragen. Dem SV Luftfahrt Berlin sei an dieser Stelle für dieses Entgegenkommen gedankt.
 

 
10:8 = 18:22
RC Germania Potsdam II - SC Berolina 18:22

 
20.10.2007 - Am Anfang der Woche galt es zunächst einmal, eine unangenehme Nachricht zu verdauen. Der TuS Gaarden Kiel hat seine Mannschaft aus dem Ligabetrieb zurückgezogen. Alle bisherigen Kämpfe der Kieler wurden gestrichen. Dadurch verliert der SC Berolina einen Kampfgewinn und 10 Pluspunkte. Die bereits gebuchte Busfahrt nach Kiel am 08.12.2007 musste storniert werden.

Die Konzentration unter der Woche galt dann aber dem Beginn der Rückrunde in Potsdam. Wiederum konnte der SC Berolina im Vorkampf des Bundesligakampfes zwischen dem RC Germania Potsdam und dem TuS Jena u.a. aufgrund von Verletzungssorgen nur 8 Sportler in die Begegnung schicken. Der RC Germania hingegen ist breiter aufgestellt, hatte alle Gewichtsklassen besetzt. So lief der Gast bereits von Beginn an einem 0:8-Rückstand hinterher. Angesichts dieser Ausgangsposition wollte keiner ernsthaft prognostizieren, dass eine Revanche für die zu Saisonbeginn erlittene Heimniederlage gelingen könnte.

Und doch klappte es. Die 8 Ringer des SC Berolina präsentierten sich mannschaftlich geschlossen und als Einheit, in der jeder für den anderen alles gibt. Ferhad Qasimov, Sören Kühn, Salis Abdullayev und Denis Bischler gaben sich keine Blöße. Entscheidend für den Gesamtsieg waren diesmal die Kampfgewinne von Sören Schwuchow (96 kg) und der erste Saisonsieg von Mihail Karimov in der Gewichtsklasse bis 84 kg im griechisch-römischen Stil.

55 kg - GR - Florian Krupsack - Ferhad Qasimov 0:4 (0:6, 0:7, 0:6) Gesamt: 0:4
Ferhads Sieg mit technischer Überlegenheit geriet nie ernsthaft in Gefahr. In der Rückrunde kann er zudem in der gewohnten Stilart ringen und seine Stärken noch besser ausspielen. Toller Auftritt.

120 kg - FR - Philipp Kirchner - ohne Gegner 4:0 Gesamt: 4:4

60 kg - FR - Alexander Pippel - Sören Kühn 0:4 (1:6, 0:8 Schultersieg blau) Gesamt: 4:8

Aus dem wohlverdienten Urlaub zurückgekehrt, ließ es Sören in der ersten Runde erst mal gemächlich angehen, gestattete dem jungen Potsdamer gar einen Punktgewinn. In der zweiten Runde sorgte Sören dann wieder für glasklare Verhältnisse - Schultersieg!.

96 kg - GR - Karsten Pikulla - Sören Schwuchow 1:3 (2:2, 1:2, 1:2, 1:1) Gesamt: 5:11

Allen war klar, dass dieses Duell einer der Schlüsselkämpfe werden würde. In der letzten Saison hatte Sören beide Begegnungen jeweils mit 2:3 knapp verloren. Jetzt brannte er auf Wiedergutmachung. Lediglich die erste Runde musste Sören aufgrund der höheren erzielten Wertung abgeben. Dann aber übernahm er das Heft des Handelns und holte sich nervenstark den so wichtigen Sieg. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Sören im Vorfeld insgesamt ca. 6 Kilogramm abgespeckt hatte.

66 kg - GR - Björn Hofmann - Salis Abdullayev - kampflos 0:4 Gesamt: 5:15

84 kg - FR - Fabian Albrecht - ohne Gegner 4:0 Gesamt: 9:15

66 kg - FR - Frank Ditting - Ilker Koru 4:0 (3:0, 0:1, 3:0 Schultersieg rot) Gesamt: 13:15

Ilker stand die geballte Erfahrung gegenüber. Der Potsdamer war sicherlich technisch überlegen. Aber physisch und konditionell konnte Ilker allemal mithalten. Das zeigte sich in der zweiten Runde, die Ilker für sich entschied. Kurz keimte Hoffnung auf, Ilker könnte diesen Kampf gewinnen. In der dritten Runde jedoch legte der Gegner eine Schippe zu und konnte Ilker schultern.

84 kg - GR - Robert Liebe - Mihail Karimov 1:3 (1:1, 2:3, 1:2, 1:1) Gesamt: 14:18
Eine ganz große Leistung Mischas wurde mit dem Kampfgewinn belohnt. Im Standkampf hielt Mischa gut mit, wirkte auch insgesamt aktiver als der Potsdamer. Und so konnte er am Boden den Kampf entscheiden, ließ keine Wertungen zu und sorgte für eigene Punkte. Die Weichen auf den Gesamtsieg der Gäste waren somit gelegt.

74 kg - GR - Stefan Zejewski - Denis Bischler 0:4 (0:6, 0:3 Schultersieg blau) Gesamt: 14:22
Der junge Potsdamer war überfordert. Denis setzte den Gegner von Beginn an unter Druck und sorgte mit dem Schultersieg in der zweiten Runde endgültig für klare Verhältnisse.

74 kg - FR - Stefan Schieche - Wulf Richter 4:0 (3:0, 3:0, 6:0) Gesamt: 18:22
Der Kampf war gewonnen, Wulf konnte seinen Auftritt entspannt angehen. Gegen die schnellen Beinangriffe des Gegners fand Wulf jedoch kein geeignetes Gegenmittel. Trotzdem konnte er in den ersten beiden Runden noch ganz gut mithalten. In der letzten Runde fehlte dann die Kraft

Jeder Gesamtsieg in dieser schwierigen Saison ist für den SC Berolina Gold wert und muss als Überraschung angesehen werden. Umso mehr gilt dies, wenn man nur mit 8 Ringern antritt und von den 8 ausgetragenen Kämpfen 6 gewinnt. Der Mannschaft gebührt hierfür der größte Respekt.

Am kommenden Samstag (27.10.2007) ist der SC Berolina zu Gast beim Hennigsdorfer Ringerverein (Zur Baumschule 8, 16761 Hennigsdorf, 17:00 Uhr Waage, 17:30 Uhr Kampfbeginn).
 

 
Auswärtsschlappe in der Lindenstadt
RV Lübtheen - SC Berolina 23:16

 
13.10.2007 - Am Ende der Vorsaison standen sich beide Vereine erstmals gegenüber, als es darum ging, die Gesamtplätze 3 und 4 der Oberligastaffel auszuringen. Während der SC Berolina den Heimkampf deutlich mit 20:8 gewinnen konnte, setzte es in Lübtheen eine herbe 24:9-Niederlage. Ganz anders die Vorzeichen in dieser Saison. Der RV Lübtheen hat mit dem PSV Rostock und dem SV Warnemünde eine Kampfgemeinschaft gebildet, was personelle Engpässe jedoch nicht ausschließt. Der SC Berolina versucht, mit schmalem Budget und übersichtlichem Kader aus eigener Kraft die Ligasaison zu bewältigen. So machte sich denn aus finanziellen Gründen und aufgrund beruflicher Verpflichtungen einiger Sportler lediglich eine Rumpftruppe auf den Weg nach Mecklenburg. Die Gewichtsklasse bis 66 kg konnte komplett nicht besetzt werden. Das Glück war den Berlinern aber insofern hold, als dass auch der Gastgeber eine Gewichtsklasse nicht besetzen konnte und ein Ringer mit Übergewicht über die Waage ging.

55 kg - FR - Torsten Schmal - Ferhad Qasimov 0:4 Übergewicht Gesamt: 0:4
Der Lübtheener hatte leichtes Übergewicht, die Gäste somit bereits 4 Punkte auf der Habenseite. Beide Vereine verständigten sich jedoch auf einen Freundschaftskampf. Ferhad wollte sich für die im Vorjahr an selber Stelle erlittene Schulterniederlage rehabilitieren. Und dies gelang ihm auch voll und ganz. Torsten Schmal attackierte Ferhad immer wieder mit Beinangriffen. Ferhad konnte sich jedoch erwehren und nutzte eine Situation in Bodenlage, um seinen Gegner zu schultern.

120 kg - GR - Marian Rogosch - Sören Schwuchow 4:0 (5:2, 2:1, 7:0 Schultersieg rot) Gesamt: 4:4
Sörens phänomenale Siegesserie ist gerissen. Die fast 20 Kilogramm Gewichtsunterschied waren sicher mit ursächlich für die Niederlage. Der Lübtheener war an diesem Abend überlegen. Immer wieder setzte er im Standkampf zu Wurfversuchen an und konnte diese dann auch in der dritten Runde entscheidend durchbringen. Sören schnupperte lediglich im zweiten Durchgang am Rundengewinn. Vielleicht gibt es ja im Rückkampf die Möglichkeit für eine Revanche.

60 kg - GR - Philipp Hübner - Salis Abdullayev 0:4 (0:7, 0:6, 2:3 verletzungsbedingte Aufgabe) Gesamt: 4:8
Trotz seiner erst 16 Jahre hat der Lübtheener bereits einige Meriten gesammelt. Er war u.a. Norddeutscher Meister und belegte bei den Deutschen Meisterschaften der C-Jugend 2004 den 6. Platz. Salis beherrschte seinen Gegner in den ersten beiden Runden deutlich. In der letzten Runde lag er zunächst durch eine Unachtsamkeit zurück, punktete sich dann wieder nach vorne, als sich der junge Lübtheener verletzte und den Kampf nicht fortsetzen konnte.

96 kg - FR - Andreas Werth - Ivan Rangelov 3:0 (1:0, 3:0, 3:0) Gesamt: 7:8
Mehr als 10 Kilogramm Gewichts- und ca. 50 cm Größenunterschied waren für Ivan nicht zu kompensieren. Zu allem Überfluss musste er auch noch in der ungeliebten Stilart antreten. Das Ziel - eine Punktniederlage - hat Ivan jedoch erreicht und der Mannschaft mit seinem Einsatz einen wertvollen Dienst erwiesen.

66 kg - FR - Benjamin Sadkowiak - kampflos 4:0 Gesamt: 11:8

84 kg - GR - Erik Regling - Mihail Karimov 3:1 (3:3, 4:2, 2:1, 7:3) Gesamt: 14:9
Mihail bekam es mit dem kräftigen Erik Regling vom SV Warnemünde zu tun, der u.a. 2006 den 3. Platz bei den Landesmeisterschaften in Mecklenburg/Vorpommern belegte. Der Stilwechsel bekam Mihail gut. Noch in der Vorwoche hatten wir den ersten Rundengewinn herbeigeschrieben. Mihail muss den Bericht unter sein Kopfkissen gelegt haben - gleich in der ersten Runde machte er Nägel mit Köpfen. Auch in den Folgerunden konnte er sich den Wurfansätzen seines Gegners geschickt entziehen, versäumte es aber, in der Bodenlage für die nötigen eigenen Punkte zu sorgen. Der Kampfgewinn lag hier durchaus im Bereich des Möglichen.

66 kg - GR - Thomas Meinck - kampflos 4:0 Gesamt: 18:9

84 kg - FR - Wulf Richter - kampflos 0:4 Gesamt: 18:13

74 kg - FR - Maurice Hippmann - Oleg Lehmann 4:0 (3:0 Schultersieg rot) Gesamt: 22:12
Der Lübtheener, Deutscher Meister im Jahre 2001, brachte lediglich 62 Kilogramm auf die Waage. Aufgrund des Gewichtsvorteils von ca. 10 Kilogramm rechnete man sich auf Berolina-Seite durchaus Chancen aus. Die große Erfahrung von Maurice Hippmann setzte sich jedoch bereits in der ersten Runde durch. Mit einem Armdurchzug brachte er Oleg in die gefährliche Lage und sorgte für die endgültige Entscheidung.

74 kg - GR - Stefan Pentschew - Denis Bischler 1:3 (1:3, 3:5, 4:0, 1:5) Gesamt: 23:16
Überraschend stellte der RV Lübtheen den amtierenden Deutschen Meister der Veteranen Altersklasse A bis 69 Kilogramm im Freien Ringkampf in der "verkehrten" Stilart auf. Das machte die Aufgabe für Denis jedoch keineswegs leichter. Noch in der letzten Saison verstärkte Stefan Pentschew das Erstligateam vom PSV Rostock. Der Kampf hielt, was er von der Ausgangslage her versprach. Beide Ringer schenkten sich nichts. Denis setzte sich letztlich verdient durch und bleibt in der laufenden Saison ungeschlagen.

Trotz einer parallel stattfindenden Großveranstaltung hatten 170 Zuschauer den Weg in die Hans-Oldag-Halle gefunden. Das Publikum unterstützte die einheimischen Ringer fachkundig, zollte jedoch auch den Gästen Respekt und Anerkennung. Da dies beileibe keine Selbstverständlichkeit ist, wissen die Berolina-Ringer die Atmosphäre in Lübtheen umso mehr zu schätzen. Trotzdem werden die Berliner im Rückkampf alles daran setzen, den Spieß dann umzudrehen. Am kommenden Samstag (20.10.2007) ist der SC Berolina zu Gast beim RC Germania Potsdam II (Oskar-Meßter-Straße 4-6, 14480 Potsdam, 17:00 Uhr Waage, 17:30 Uhr Kampfbeginn
 

 
SC Berolina holt den dritten Saisonsieg
SC Berolina - TuS Gaarden Kiel 25:15

 
06.10.2007 - Respekt und Vorsicht waren geboten, hatte doch der Gast aus Kiel eine Woche zuvor in eigener Halle Ringerman's Friend mit 21:19 besiegt. Leider ließen die Kieler Ringer 2 Gewichtsklassen unbesetzt. Und dies waren ausgerechnet 66 kg GR und 74 kg GR, wo der SC Berolina mit Salis Abdullayev und Denis Bischler Siege fest eingeplant hatte.

Letztendlich aber konnte der SC Berolina einen sicheren Heimsieg landen, was erfreulicherweise auch daran lag, dass Ilker Koru - wie in der Vorwoche bereits prophezeit - seinen ersten Saisonsieg und Oleg Lehmann in der Gewichtsklasse bis 74 kg FR erstmals in dieser Saison einen Mannschaftspunkt für den Verein erkämpfte.

55 kg - FR - Ferhad Qasimov - Zurab Uzuev 3:1 (7:0, 4:4, 0:4, 6:4) Gesamt: 3:1
Ferhad legte gegen seinen jugendlichen Gegner so los, wie man das von ihm erwartet. In der zweiten Runde folgte dann der unerklärliche Einbruch. Mit Mühe und Not sicherte sich Ferhad noch Runde 2, um dann im dritten Durchgang fast komplett einzugehen. Der Schulterniederlage entging Ferhad nur knapp. Viele rechneten nun mit einem Sieg des Kielers, aber Ferhad mobilisierte die letzten Kräfte und entschied die 4. Runde und den Kampf für sich.

120 kg - GR - Sören Schwuchow - Fatih Onur 4:0 (3:1, 6:0, 9:2) Gesamt: 7:1
Wieder einmal musste Sören einige Kilogramm Gewicht kompensieren. Dies gelang ihm souverän. Griffansätze des Kielers wurden resolut gekontert und am Boden lässt Sören in dieser Saison ohnehin nichts anbrennen. Eine ganz starke Leistung!!

60 kg - GR - Ömer Özdemir - Alexander Babajanjan 3:0 (5:1, 7:5, 4:1) Gesamt: 10:1
Ömer zeigte fast sein gesamtes Griffrepertoire und siegte sicher. Ganz große Klasse.

96 kg - FR - Volkan Erol - Schamil Dadagov 0:4 (0:5 Schultersieg blau) Gesamt: 10:5
Der Kieler war für diesmal zu stark für Volkan. Die Entscheidung fiel bereits in der ersten Runde.

66 kg - FR - Ilker Koru - Murad Capchanov 3:2 (0:3, 1:2, 3:1, 4:1, 7:1) Gesamt: 13:7
Was für ein Wahnsinnskampf von Ilker!! Gegen den zum Ende hin konditionell nachlassenden, kräftigen Kieler holte Ilker seinen ersten Saisonsieg. Siegbringend waren die 2-er-Wertungen am Boden. Immer wieder gelang es Ilker, den Gegner anzukippen. Zurecht wurde diese tolle Leistung am Ende belohnt.

84 kg - GR - Jörn Dassow - Rahim Toubulatov 3:1 (2:6, 5:2, 5:2, 2:0) Gesamt: 16:8
Jörn tat sich anfangs schwer, fand dann aber immer besser in den Kampf. Und jeder konnte sehen, dass Jörn nicht nur in eine Richtung rollen kann ...

66 kg - GR - Salis Abdullayev - ohne Gegner 4:0 Gesamt: 20:8

84 kg - FR - Mihail Karimov - Unnar Humparov 0:3 (1:7, 2:4, 2:4) Gesamt: 20:11
Mihail konnte mit eigenen Aktionen punkten und die Niederlage so begrenzen. Der erste Rundengewinn kann kommen.

74 kg - FR - Oleg Lehmann - Sergey Miller 1:4 (0:8, 4:10, 7:7, 1:7) Gesamt: 21:15
Oleg legte einen erfrischenden Auftritt hin. Unbekümmert und konditionell auf der Höhe attackierte er den Kieler ein ums andere Mal. In der dritten Runde wurden die Bemühungen Olegs mit dem Rundengewinn honoriert. Dabei war diese Entscheidung für Kampfrichter Scherf recht knjfflig. Oleg hatte jedoch zwei 3-er Wertungen geholt, weshalb es an der Korrektheit keinen Zweifel gab. Erstmals konnte der SC Berolina somit in dieser Saison und in dieser Gewichtsklasse einen Mannschaftspunkt erringen. Danke Oleg.

74 kg - GR - Denis Bischler - ohne Gegner 4:0 Gesamt: 25:15
Der SC Berolina geht an den 3 folgenden Wochenenden auf Reisen. Am 13.10. geht es nach Lübtheen, am 20.10. nach Potsdam und am 27.10.2007 nach Hennigsdorf. Der nächste Heimkampf findet am 03.11.2007 (Kopfstraße 55 in Berlin-Neukölln, 15:30 Uhr Wiegen, 16 Uhr Kampfbeginn) statt. Zu Gast ist dann die zweite Vertretung vom SV Luftfahrt Berlin.
 

 
Volkan Erol sei Dank!
SC Berolina bezwingt den Hennigsdorfer Ringerverein 22:19

 
Der SC Berolina scheint zu alter Heimstärke zurückzufinden. In einem spannungsgeladenen und hitzigen Duell mit dem Titelverteidiger Hennigsdorfer Ringerverein setzte sich der SC Berolina am vergangenen Samstag (29.09.2007) knapp, aber verdient mit 22:19 durch und lieferte damit den endgültigen Beweis, in der Ligastaffel ein ernsthaftes Wörtchen mitreden zu können.

Erstmals in dieser Saison reisten die Hennigsdorfer mit voller Kapelle an, hatten die 2 Auswärtspunkte fest im Visier. Dass daraus nichts wurde war neben den Leistungsträgern Sören Schwuchow und Denis Bischler vor allem den überragenden Leistungen von Ferhad Qasimov, Ömer Özdemir, Volkan Erol und Ilker Koru zu verdanken. Zudem schwächten sich die Gäste mit wiederholten Zwischenrufen und verbalen Attacken gegen Kampfrichter-entscheidungen selbst.

Bereits zur Pause hatte sich der SC Berolina einen satten Vorsprung von 13 Punkten erarbeitet, der dann in der zweiten Hälfte allerdings wieder auf letztlich 3 Punkte abschmolz. Den "big point" des Tages setzte zweifellos Volkan Erol, dem es im 96-kg-Limit gelang, den Hennigsdorfer Bernd Brennert zu schultern und damit seinen ersten Saisonsieg erreichte.

55 kg - FR - Ferhad Qasimov - Sebastian Neumann 4:0 (7:0, 4:1 Schultersieg rot) Gesamt: 4:0
Ferhad hatte keine Probleme mit seinem Gegner. Überzeugender Auftritt und Schultersieg in Runde 2.

120 kg - GR - Sören Schwuchow - Tim Siebert 3:1 (3:0, 1:5, 2:1, 1:1) Gesamt: 7:1
Trotz des Gewichtsvorteils von gut 15 Kilogramm hatte Sören gegen Tim Siebert keine einfache Aufgabe. Der Hennigsdorfer, bereits einmal Vierter bei Deutschen Meisterschaften, versuchte alles, um in diesem Kampf etwas zu reißen. Mit dem Rundengewinn gelang ihm dies auch. Jedoch ist Sören stabil genug, auch solche Kämpfe letztlich sicher zu gewinnen. Vierter Kampf, vierter Sieg. Was für eine Entwicklung, nachdem Sören in der Vorsaison lediglich einen Kampf zu seinen Gunsten entscheiden konnte.

60 kg - GR - Ömer Özdemir - Philipp Herrmann 4:0 (1:0 Schultersieg rot) Gesamt: 11:1
Ömer hatte auf 60 kg abgenommen. Trotz dieses Umstandes und des Fastenmonats Ramadan legte Ömer einen phänomenalen Auftritt hin, schulterte seinen Gegner bereits nach wenigen Sekunden. Klasse Ömer!!

96 kg - FR - Volkan Erol - Bernd Brennert 4:0 (4:0 Schultersieg rot) Gesamt: 15:1
Niemand hätte im Vorfeld einen Pfifferling darauf gesetzt, dass Volkan diesen Kampf gewinnen kann, ist doch Bernd Brennert ein absolut erfahrener Ringer und obendrein Freistilspezialist. Doch Volkan ging respektlos zu Werke, getreu dem Motto wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und tatsächlich gelang es Volkan, den Hennigsdorfer mit einem Kopfhüftschwung zu überraschen und in die gefährliche Lage zu bugsieren. Aus dem ersten Kampf gegen Potsdam hat Volkan gelernt. Er ließ seinen Gegner aus dieser Situation nicht mehr entkommen. Schultersieg!!

66 kg - FR - Ilker Koru - Daniel Krebs 2:3 (1:0, 2:0, 0:5, 2:2, 0:5) Gesamt: 17:4
Viel hat nicht gefehlt und Ilker hätte seinen ersten Saisonsieg feiern können. Am Vormittag noch beruflich im Einsatz, holte sich Ilker dank starker Physis die ersten beiden Runden. Dann ließ er leider konditionell ein wenig nach. Trotzdem bleibt festzuhalten, dass Ilker immer selbstbewusster auftritt und wichtige Punkte zum Gesamtergebnis beisteuert. Der erste Sieg kommt hundertprozentig und zwar bald.

Verwunderung allenthalben bei einem Halbzeitstand von 17:4 für den Außenseiter SC Berolina. Aber noch standen 5 Kämpfe aus.

84 kg - GR - Jörn Dassow - Till Kosanke 0:4 (0:8, 0:3, 1:5) Gesamt: 17:8
Zum wiederholten Male musste Jörn die deutliche Überlegenheit von Till Kosanke anerkennen. Erst zum Ende hin wurde Jörn mutiger und merkte, dass man auch gegen einen solchen Gegner punkten kann. Doch kam diese Erkenntnis für dieses Mal zu spät. Aber es gibt ja noch einen Rückkampf.

66 kg - GR - Salis Abdullayev - Andre Kermes 1:4 (4:1, 1:3, 0:6, 0:6) Gesamt: 18:12
So viel hatte sich Salis für diesen Kampf vorgenommen. Grippegeschwächt ging er in das Duell. Trotzdem begann Salis sehr stark und gewann die erste Runde deutlich. Dann aber drehte Andre Kermes, in der Vorsaison noch für den SC Berolina aktiv, auf. Salis war nun chancenlos und stand dicht vor einer Schulterniederlage. Dieser konnte Salis entgehen, sicherte dem Verein somit zumindest noch einen Punkt.

84 kg - FR - Mihail Karimov - Thomas Woelki 0:3 (0:4, 0:4, 1:2) Gesamt: 18:15
Mihail konnte die Höchststrafe gegen den Brandenburger Landesmeister Thomas Woelki vermeiden. Mit diesem Achtungserfolg muss und kann man zunächst einmal zufrieden sein.

74 kg - FR - Wulf Richter - Norman Brennert 0:4 (0:4, 0:4, 0:6) Gesamt: 18:19
Oleg Lehmann wurde aus gesundheitlichen Gründen geschont. Wulf hatte es sich unter der Woche zu gut gehen lassen und musste noch am Samstagvormittag gute 2 Kilogramm Gewicht machen. Dies allein kann jedoch als Entschuldigung für die erneute 0:4 Niederlage nicht herhalten. Die Marschroute war zumindest eine 0:3-Niederlage. Wulf versuchte, dieses Ziel zu erreichen, gab jedoch die noch vorhandene Chance in der letzten Runde selbst aus der Hand. Schade drum aber die endgültige Entscheidung musste ohnehin im letzten Kampf fallen.

74 kg - GR - Denis Bischler - Hannes Meseck 4:0 (6:0, 5:1, 7:0) Gesamt: 22:19
Auf Denis ist absoluter Verlass. Der Hennigsdorfer hatte sein Gewicht erheblich reduziert und war ein wenig geschwächt. Trotzdem bereitete er Denis zumindest in der zweiten Runde ein paar Probleme. Letztendlich aber brachte Denis den Kampf stark über die Bühne, hätte seinen Gegner fast noch geschultert. Wie bereits gegen Ringerman's Friend stellte Denis auch hier den Gesamtsieg erst sicher.

Der SC Berolina trifft am kommenden Samstag, den 06.10.2007, wiederum in heimischer Halle (Kopfstraße 55 in Berlin-Neukölln, 15:30 Uhr Wiegen, 16 Uhr Kampfbeginn) auf die Vertretung von TuS Gaarden Kiel.
 

 
Erstklassige Berolina-Vorstellung in Berlin-Treptow:
SV Luftfahrt Berlin II - SC Berolina 1903 e.V. 21:18

 

Lediglich 3 Pünktchen trennten den SC Berolina am Ende vom ganz großen Wurf gegen einen der Favoriten auf den Staffelsieg in der Oberliga Nord. Der SV Luftfahrt konnte aus dem Vollen schöpfen, bot somit an diesem Tag eine hervorragend besetzte Mannschaft auf. Der SC Berolina legte wie schon in der Vorwoche eine tolle Mannschaftsleistung hin und konnte ein ganz dickes Achtungszeichen in der Kiefholzstraße hinterlassen. Von den insgesamt 10 Kämpfen konnten 4 siegreich gestaltet werden.

55 kg - FR - Henning Wahl - Ferhad Qasimov 3:1(0:2, 1:0, 2:0, 1:0) Gesamt: 3:1
Man merkte, dass hier zwei gelernte Griechisch-Römisch Ringer auf der Matte standen. Beinangriffe waren Fehlanzeige. Ferhad gelang es in der Verlängerung der ersten Runde, dem Gegner mit einem Spaltgriff 2 Punkte abzuluchsen und damit auch die erste Runde. Der Kampf verlief dann ausgeglichen mit dem besseren Ende für den vom FSV Stralsund zum SV Luftfahrt gewechselten Ringer, der bei Deutschen Meisterschaften bereits zweimal die Bronzemedaille erkämpfen konnte.

120 kg - GR - Michael Dietrich - Sören Schwuchow 1:3 (1:1, 0:3, 1:1, 1:1) Gesamt: 4:4
Wieder hatte Sören einen Koloss im Sumoringer-Format zum Gegner. Und auch diesmal konnte Sören seine anhaltend gute Form unter Beweis stellen und einen sicheren Punktsieg landen. Große Leistung!!

60 kg - GR - Eyk Fraede - Sören Kühn 0:4 (3:5, 0:4 Schultersieg blau) Gesamt: 4:8
Ein ganz souveräner Auftritt von Sören. Durch die forsche Gangart seines Gegners in Runde 1 ließ sich Sören überhaupt nicht aus der Ruhe bringen, konterte geschickt und holte sich die erste Runde mit einer tollen Rolle. In Runde 2 schaltete Sören den Vorwärtsgang ein und siegte mit seiner Spezialtechnik, dem Kopfhüftschwung. Auch für Sören war dieser Sieg an alter Wirkungsstätte etwas Besonderes.

96 kg - FR - Lukas Skaskiewicz - Volkan Erol 4:0 (6:0, 8:0, 7:0) Gesamt: 8:8
Gegen den bulligen Polen stand Volkan auf verlorenem Posten. Technische Überlegenheit für den Luftfahrtringer - für Volkan jedoch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.

66 kg - FR - Marian Decker - Ilker Koru 4:0 (2:0, 6:0, 1:0 Schultersieg rot) Gesamt: 12:8
Ilker machte zunächst eine gute Figur. Am Ende der zweiten Runde liess er seinem Gegner dann für einen Moment zuviel Spielraum. In der dritten Runde konnte Marian Decker, der bei Deutschen Meisterschaften bereits vordere Platzierungen erreichte, Ilker dann schultern. Trotzdem gute Ansätze, eine 0:3-Niederlage lag aber sicherlich im Bereich des Möglichen.

So ging der Gastgeber mit einem 4-Punkte-Polster in die Pause. Auf Berolina-Seite war man bis zu diesem Zeitpunkt trotzdem recht zufrieden mit den gebotenen Vorstellungen.

84 kg - GR - Tom Linke - Jörn Dassow 1:3 (2:2, 2:3, 3:0, 1:2) Gesamt: 13:11
Tom Linke, der amtierende Deutsche Vizemeister der A-Jugend bis 76 kg, ist bei Berolina kein Unbekannter, half er doch in der vergangenen Saison beim RV Lübtheen aus. So wusste man um die Schwere der Aufgabe, die Jörn erwartete. Um so höher muss dieser Sieg eingeschätzt werden, den Jörn letztlich mit großer Willensstärke erzwang.

66 kg - GR - Mario Bührig - Salis Abdullayev 0:3 (3:4, 1:2, 1:3) Gesamt: 13:14
Gegen den einige Kilogramm schwereren Mario Bührig musste Salis sein ganzes Können aufbieten, um den Kampf siegreich zu gestalten. Dies gelang ihm mit einer starken Leistung, unbeeindruckt von der einen oder anderen zumindest zweifelhaften Kampfrichterentscheidung.

84 kg - FR - Cliff Lüpker - Mihail Karimow 4:0 (0:7, 0:6, 0:2) Gesamt: 17:14
Sicherlich hatte Mihail einen starken Gegner. Aber ein wenig mehr Gegenwehr hätte man sich auf Berolina-Seite schon gewünscht. Andererseits hat Mihail noch genügend Zeit, um sich zu entwickeln.

74 kg - FR - Lars-Erik Eichler - Oleg Lehmann 4:0 (Schultersieg rot 1. Runde) Gesamt: 21:14
Der gerade einmal 14 Jahre alte Oleg Lehmann soll langsam an das Ligageschehen herangeführt werden. Dass der Einstand mit einer Schulterniederlage nach ca. 30 Sekunden Kampfzeit endete, ist natürlich tragisch. Aber auch Oleg hat die Zukunft noch vor sich. Wichtig ist jetzt nur, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und diese Erfahrungen zu nutzen. Auch ein Alexander Leipold hat seine ersten Kämpfe deutlich verloren und ist später Olympiasieger geworden..

74 kg - GR - Christian Schneider - Denis Bischler 0:4 (0:4, 0:7, 1:1) Gesamt: 21:18
Gegen einen aggressiv ringenden Gegner wurde Denis diesmal voll gefordert. Wiederum aber behielt er die Übersicht, holte mit kraftvollen Rollen die notwendigen Wertungen für die 11-Punkte-Differenz und die damit verbundene technische Überlegenheit.

Der SC Berolina pausiert jetzt eine Woche, bevor am Samstag, den 29.09.2007, der Hennigsdorfer Ringerverein zu Gast in der Kopfstraße 55 in Berlin-Neukölln ist (15:30 Uhr Wiegen, 16 Uhr Kampfbeginn).
 

 
SC Berolina entführt sensationell 2 Punkte aus der Preussen-Arena
Ringerman's Friend - SC Berolina 1903 e.V.: 19:22

 
Fast hätte man in der zuvor sehr lauten Sporthalle in der Stahlheimer Straße eine Stecknadel auf den Boden fallen hören können, als Denis Bischler im letzten Kampf des Abends sein Tagwerk verrichtete, seinen Gegner Grawitek Geworgjan technisch überlegen von der Matte schickte und somit den grandiosen Auswärtssieg des SC Berolina bei den Ringerman's Friend sicherstellte.

In der Woche zuvor hatten die Trainer Denis Djatchenko und Sinan Hanli harte Arbeit zu verrichten. Neben dem Training musste nach der Heimniederlage gegen Potsdam psychologische Aufbauarbeit geleistet werden. Dass es den beiden hervorragend gelungen ist, den Druck des Siegenmüssens von der Mannschaft zu nehmen, konnte man am Samstag bewundern. Jeder Einzelne holte alles aus sich heraus und als der Gesamtsieg feststand, brach in der Berolina-Ecke lauter Jubel aus.

55 kg - FR - Marc Fraede - Ferhad Qasimow 3:1(5:3, 3:5, 2:0, 4:0) Gesamt: 3:1
In der Vorsaison unterlag Ferhad seinem Gegner noch auf Schultern. Diesmal gelang es Ferhad, auf Augenhöhe mitzuringen und sogar eine Runde mit einem Armdrehschwung für sich und die Mannschaft zu gewinnen.

120 kg - GR - Christian Papra - Sören Schwuchow 0:4 (0:6, 0:7, 0:6) Gesamt: 3:5
Bereits in der Vorwoche hatte Sören eine erstklassige Leistung gezeigt. Nahtlos konnte er an diese Vorstellung anknüpfen. Christian Papra, der vor 2 Jahren noch beim SC Berolina ausgeholfen hatte, konnte nicht ansatzweise mithalten. Konsequent zog Sören seine Aktionen am Boden durch und entschied diesen Kampf technisch überlegen zu seinen Gunsten.

60 kg - GR - Ives Kuhring - Sören Kühn 0:4 (1:7, 0:6, 0:4 Schultersieg) Gesamt: 3:9

Es ist fast ein wenig unheimlich, mit welch traumwandlerischer Sicherheit Sören seine Gegner auch in dieser Saison beherrscht. Tolle Aktionen, viele Punkte und zu guter letzt noch der Schultersieg - Ringerherz, was willst du mehr?

96 kg - FR - Andreas Wendt - Volkan Erol 3:1 (8:4, 5:4, 1:4, 6:0) Gesamt: 6:10
Natürlich wurde es bei diesem Kampf zum ersten Mal richtig laut, war doch Andreas Wendt mit gerade einmal 77 kg über die Waage gegangen. Volkan jedoch war am Bein verletzt, opferte sich für die Mannschaft und holte alles (und einen ganz wichtigen Punkt) aus sich heraus. Ohne Verletzung wäre freilich sehr viel mehr drin gewesen für Volkan. Trotz allem Respekt und Dank für einen tollen kämpferischen Auftritt.

66 kg - FR - Geoffrey Herrmann - Ömer Özdemir 4:0 (7:0, 8:0, 6:0) Gesamt: 10:10
Nach abgelaufener Sperre (Wechsel vom SV Luftfahrt Berlin) ging Geoffrey erstmals für seinen neuen Verein auf die Matte. Etwas überraschend allerdings nicht im griechisch-römischen Stil, sondern im freien Ringkampf. Aufgrund beruflicher Verpflichtungen konnte Ilker Koru auf Berolina-Seite nicht ringen. Ömer sprang mannschaftsdienlich in die Bresche, war allerdings gegen die energischen Attacken seines Gegners machtlos. Danke Ömer für Deinen Einsatz!!

Ausgeglichen 10:10 ging es in die Pause.

84 kg - GR - Alexander Menter - Jörn Dassow 1:4 (0:3, 3:3 rot, 0:5, 0:4) Gesamt: 11:14
Natürlich war Jörn nach der Auftaktniederlage gegen Potsdam angespannt. Dann zeigte er aber, was in ihm steckt. Die zweite Runde musste er nur aufgrund eines Passivitätspunktes unglücklich abgeben, beherrschte seinen Gegner dann aber sicher. Als Sahnehäubchen einer sehr guten Leistung fuhr Jörn aufgrund der neuen Regelungen sogar 4 Punkte wegen technischer Überlegenheit ein.

66 kg - GR - Ronny Bahr - Salis Abdullayev 0:4 (1:7, 0:4 Schultersieg) Gesamt: 11:18
Nein - das war kein leichter Sieg für Salis. Gegen einen unbequemen Gegner gelangen aber diesmal die Aktionen. Der Preussen-Ringer hatte sich offenbar in der ersten Runde verletzt, wurde dann in der zweiten Runde nach einem Überwurf von Salis geschultert.

84 kg - FR - Christian Dieskau - Mihail Karimow 4:0 (7:1, 6:0, 2:1) Gesamt: 15:18
Mihail bekam es mit Publikumsliebling Christian Dieskau zu tun. Der legte los wie die Feuerwehr. Fast wäre es Mihail aber in der dritten Runde gelungen, ein Achtungszeichen zu setzen. Aber mit der Unterstützung des Publikums im Rücken, setzte sich Christian Dieskau schließlich ohne Minuspunkt durch.

74 kg - FR - Gunnar Schenk - Wulf Richter 4:0 (4:0, 6:0, 6:0) Gesamt: 19:18
Trotz der am Ende deutlichen Niederlage war das doch ein ganz anderer Auftritt von Wulf, als noch eine Woche zuvor. Gegen einen sehr starken Gegner gelang es Wulf doch, die eine oder andere Duftmarke zu setzen und erhobenen Hauptes das Rund zu verlassen. Der letzte Kampf musste nun die Entscheidung über den Gesamtsieg bringen.

74 kg - GR - Grawitek Geworgjan - Denis Bischler 0:4 (0:5, 0:6, 0:6) Gesamt: 19:22
Denis war auf das Auftreten seines bulligen Widerparts sehr gut vorbereitet. Er liess nichts anbrennen, spulte sein Programm bewundernswert ruhig herunter, rollte seinen Gegner ein um's andere Mal und sicherte der Mannschaft 4 Punkte und den Gesamtsieg.

Eine Riesenleistung des SC Berolina wurde mit dem verdienten Auswärtssieg belohnt. Am kommenden Samstag - 15.09.2007 - gilt es nun, im Vorkampf der 2. Bundesliga gegen die Reserve des SV Luftfahrt Berlin zu bestehen (16:30 Uhr Waage, 17 Uhr Kampfbeginn, Kiefholzstraße, Berlin-Treptow).
 

 
SC Berolina 1903 e.V. gegen RC Germania Potsdam II 15:23
Sören Schwuchow Mann des Tages

 
Am 01.09.2007 begann für den SC Berolina 1903 e.V. die Saison der Oberliga Nord 2007 mit einem Heimkampf gegen den RC Germania Potsdam II. Wegen der Sanierung der Trainingshalle in der Thomasstraße musste der SC Berolina in die Sporthalle Kopfstraße 55 ausweichen. Am Ende des Kampfnachmittags fuhren die Gäste aus Potsdam mit einem 23:15-Auswärtssieg nach Hause. Trotzdem gab es im Berolina-Lager neben ein wenig Schatten auch sehr viel Licht, weshalb die Trainer des SC Berolina mit den gezeigten Leistungen letztlich trotz der vermeidbaren Auftaktniederlage ganz zufrieden waren.

55 kg - FR - Ferhad Qasimow - Florian Krupsack 4:0 (6:2, verletzungsbedingte Aufgabe in Runde 2 beim Stand von 4:0) Gesamt: 4:0
Ferhad ging gegen den erst 14-jährigen Florian Krupsack engagiert zu Werke und gewann die erste Runde in der ungeliebten Stilart sicher. Leider verletzte sich der junge Potsdamer in der 2. Runde an der Schulter, so dass er den Kampf verletzungsbedingt aufgeben musste. Gute Besserung an den Gästeringer!!

120 kg - GR - Sören Schwuchow - Philipp Kirchner 3:0 (1:1, 7:0, 5:3) Gesamt: 7:0
Bei einer geschlossenen und guten Mannschaftsleistung einzelne Sportler hervorzuheben, ist immer problematisch. Sören hatte es sich an diesem Nachmittag aber redlich verdient. Robust hielt er seinen satte 15 kg schwereren Gegner in Schach und konnte am Ende sicher den Kampf für sich entscheiden. Wichtig war vor allem, dass Sören den Potsdamer immer wieder ankippen konnte, selbst aber in Boedenlage keine Wertungen zuließ.

60 kg - GR - Sören Kühn - Alexander Pippel 4:0 verletzungsbedingte Aufgabe Gesamt: 11:0
Sören kam wieder einmal nicht so recht zum Einsatz. Alexander Pippel war bereits verletzt angereist.

96 kg - FR - Volkan Erol - Karsten Pikulla 0:4 (5:7 Schultersieg blau) Gesamt: 11:4
Volkan stand dicht vor einem Schultersieg, liess sich dann aber leider übertragen und selbst in die gefährliche Lage bringen, aus der es kein Entrinnen mehr gab. Schade - in diesem Kampf war sicherlich mehr drin, aber man darf die Erwartungen auch nicht zu hoch schrauben. Aus dieser Niederlage wird Volkan seine Lehren ziehen.

66 kg - FR - Ilker Koru - Björn Hoffmann 0:3 (0:1, 1:2, 1:5) Gesamt: 11:7
Ilker hatte kräftig abgespeckt und verkaufte sich prima in seinem Kampf gegen Björn Hoffmann. In der 2. Runde stand Ilker sogar dicht vor dem Rundengewinn, konnte aber das 1:1 nicht über die letzten Sekunden retten. Ein prima Einstand von Ilker in der "neuen" Gewichtsklasse.

84 kg - GR - Jörn Dassow - Robert Liebe 0:4 (1:4, Schultersieg blau 2. Runde) Gesamt: 11:11
Diese Niederlage war nicht unbedingt einkalkuliert. Noch in der Vorsaison konnte Jörn seinen Gegner deutlich bezwingen. Diesmal setzte es dann gleich eine Schulterniederlage. Kopf hoch Jörn - beim nächsten Kampf geht alles von vorne los.

66 kg - GR - Salis Abdullayev - Brian Tewes 0:4 (1:8, 1:5, 2:5) Gesamt: 11:15
Der nächste Dämpfer folgte. Wohl kaum jemand auf der Berolina-Bank hätte geglaubt, dass der amtierende Berliner und Norddeutsche Meister Salis Abdullayev so sang- und klanglos verlieren würde. Allerdings hatte er mit dem Deutschen Meister der A-Jugend von 2006 einen richtigen Brocken erwischt. Salis war chancenlos. Von ihm muss und darf man ganz sicher mehr erwarten.

84 kg - FR - Mihail Karimow - Fabian Albrecht 0:4 Übergewicht Gesamt: 11:19
Mihail kam mit Übergewicht aus dem Urlaub zurück. Wir decken an dieser Stelle den Mantel des Schweigens darüber. In der als Freundschaftskampf ausgetragenen Begegnung verkaufte sich Mihail gegen einen starken Gegner dann allerdings sehr gut.

74 kg - FR - Wulf Richter - Stefan Schieche 0:4 (0:4, 0:8, 0:5) Gesamt: 11:23
Wulf versuchte, gegen den körperlich überlegenen Potsdamer mitzuhalten. Dies gelang ihm jedoch nur partiell. Eigene Akzente waren an diesem Tag Fehlanzeige.

74 kg - GR - Denis Bischler - Stefan Zejewski 4:0 (6:0, Schultersieg rot 2. Runde) Gesamt: 15:23
Denis legte gegen den 15-jährigen Stefan Zejewski einen ganz starken Auftritt hin und bestätigte die guten Trainingseindrücke. Technische Überlegenheit in der ersten Runde, Schultersieg in der 2. Runde.

Am 08.09.2007 tritt der SC Berolina 1903 e.V. zum Auswärtskampf bei Ringermen's Friend in der Stahlheimer Straße / Prenzlauer Berg an (18:30 Uhr Waage, 19:00 Uhr Kampfbeginn).
 

 
Die neue Saison 2007 wirft ihre Schatten voraus
 
Nachdem der Sport-Club Berolina 1903 e.V. die sportlichen Ziele in der abgelaufenen Saison 2006 mit dem zweiten Platz in der Oberligastaffel hinter dem Hennigsdorfer RV, mit dem Gewinn sämtlicher Heimkämpfe und darüber hinaus eines Auswärtskampfes übererfüllt hat, warten in der kommenden Saison deutlich schwerere Aufgaben auf die Ringer des SC Berolina.

Neben den bereits bislang in der Oberliga-Staffel vertretenen Vereinen RC Germania Potsdam II und Hennigsdorfer RV kehrt die zweite Vertretung des SV Luftfahrt in die Oberligastaffel zurück. Weiterhin dabei sind der TuS Gaarden Kiel, der RV Lübtheen und der SV Preussen (Ringermen's Friend), der diesmal jedoch die Lehren aus der Vergangenheit gezogen hat und lediglich noch mit einer Vertretung in die Mannschaftskämpfe geht. Für den SC Berolina sind also mit Lübtheen und Kiel zwei lange Auswärtsfahrten zu absolvieren.

Statt bisher 8 Einzelkämpfen wird es künftig pro Mannschaftskampf 10 Einzelkämpfe geben, analog dem Modus in der 1. und 2. Bundesliga. Die Gewichtsklasse bis 52 kg entfällt, die mittleren Gewichtsklassen bis 66 kg, bis 74 kg und bis 84 kg werden jeweils in beiden Stilarten gerungen. Aufgrund der noch immer relativ dünnen Personaldecke, stellt diese neue Regelung für den SC Berolina eine schwere Hypothek dar. Erschwerend kommt hinzu, dass mit Martin Emilov der beste Ringer des Vereins zum TuS Adelhausen in die 1. Bundesliga gewechselt ist.

Auch den anderen Vereinen ist nicht verborgen geblieben, dass es beim SC Berolina in der jüngsten Vergangenheit dank der hervorragenden Tätigkeit der Trainer Denis Djatchenko und Sinan Hanli sportlich deutlich aufwärts gegangen ist. So heißt es in einer Saisonvorschau auf der Homepage des SV Luftfahrt Berlin, dass der SC Berolina "momentan einen phänomenalen Leistungssprung erfährt."

Dem Verein steht mithin eine äußerst schwere und anspruchsvolle Saison ins Haus, in der es gilt, die positiven Entwicklungen des letzten Jahres fortzusetzen. Aufgrund der schwierigen Ausgangslage sollten die Erwartungen jedoch nicht zu hoch geschraubt werden, was die Gesamtplatzierung am Ende der Saison betrifft. Die Mannschaft befindet sich nach wie vor im Aufbau und einige junge und talentierte Ringer werden die Chance erhalten, in der Oberliga-Saison in den Wettkampfbetrieb hineinzuschnuppern.
 
 
Ansetzungen Oberliga Nord 2007
Sport-Club Berolina 1903 e.V.

 
Hinrunde
01.09.2007  SC Berolina - RC Germania Potsdam II
08.09.2007  Ringermen's Friend - SC Berolina
15.09.2007  SV Luftfahrt Berlin II - SC Berolina
29.09.2007  SC Berolina - Hennigsdorfer RV
06.10.2007  SC Berolina - TuS Gaarden Kiel
13.10.2007  RV Lübtheen - SC Berolina
 
Rückrunde
20.10.2007  RC Germania Potsdam II - SC Berolina
27.10.2007  Hennigsdorfer RV - SC Berolina
03.11.2007  SC Berolina - SV Luftfahrt Berlin II
10.11.2007  SC Berolina - Ringermen's Friend
01.12.2007  SC Berolina - RV Lübtheen
08.12.2007  TuS Gaarden Kiel - SC Berolina ENTFÄLLT!

 
 
 
Deutsche Bank unterstützt den
SC Berolina 1903 e.V.

 
Symbolische Scheckübergabe an den SC Berolina 03
Symbolische Scheckübergabe an den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und Co-Trainer Sinan Hanli (vorne rechts).
Das Öffentlichkeitsbild der größten deutschen Privatbank wird oftmals von negativen Schlagzeilen begleitet. Dabei geht leider unter, dass sich die Deutsche Bank AG auf zahlreichen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens engagiert. So unterstützt die Bank beispielsweise das ehrenamtliche Engagement seiner Mitarbeiter für gemeinnützige Zwecke durch Gewährung finanzieller Zuwendungen.

Davon konnten jetzt auch die Ringer des Sport-Club Berolina 1903 e.V. profitieren. Gerade in einer Sportart, die nicht so sehr im Fokus des allgemeinen Interesses steht, ist es schwierig, über die Mitgliedsbeiträge hinaus finanzielle Mittel zu akquirieren.

Umso größer ist nun die Freude über die Zuwendung der Deutschen Bank AG in Höhe von € 500,00. Geplant ist, dieses Geld u.a. für die Anschaffung von Trainingsanzügen und einer Trainingspuppe einzusetzen.

Am 23.05.2007 erfolgte die Übergabe des symbolischen Schecks in der Sporthalle des SC Berolina 1903 e.V. in Berlin-Neukölln an den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und Co-Trainer Sinan Hanli (auf dem Foto vorne rechts).

Der Verein dankt der Deutsche Bank AG für diese Unterstützung. Damit erhält auch die im Verein insgesamt geleistete Arbeit Würdigung, die darauf abzielt, insbesondere Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung anzubieten und einen Beitrag zur Integration in Berlin lebender Immigranten zu leisten.
 
 
 
Starker Berolina-Auftritt beim 22. Internationalen Pfingstcup des VfL Tegel
 
Mehr als 140 Aktive nahmen am 26. Mai 2007 am Pfingstcup des VfL Tegel teil. Neben den Berliner Vereinen SV Luftfahrt Berlin, Türkischer Ringerverein, Türkischer Kraftsportverein, VfL Tegel waren Teams aus Gütersloh und Frankreich angereist. Der SC Berolina 1903 e.V. war so personalstark vertreten wie seit Jahren nicht mehr. Unter den Teilnehmern tummelte sich auch einige Prominenz. So gaben sich Felix Menzel vom 1. Luckenwalder SC, amtierender Deutscher Meister der Männer im Freien Ringkampf bis 66 kg und Junioreneuropameister 2006, sowie Ramazan Aydin vom Erstligisten Türkischer Ringerverein, amtierender Deutscher Vizemeister der Männer im Griechisch-Römischen Stil bis 74 kg, die Ehre.

Oleg Lehmann konnte seinen Kampf (Gewichtsklasse bis 76 kg B-Jugend) gegen Muhammet Yalcin vom Türkischen Ringerverein gewinnen. Platz 1. Felix Warth verlor seinen Kampf (Gewichtsklasse bis 58 kg A-Jugend) gegen Aruinbold Milbrecht vom Türkischen Kraftsportverein. Platz 2. Ceyhun Sadykow und Robert Cichala rangen in der Gewichtsklasse bis 63 kg der A-Jugend. Ceyhun startete grandios mit einem Schultersieg gegen Yavuz Aziz. Auch gegen Robert behielt er die Oberhand, musste sich später aber dem starken Franzosen Affifoudine Aboudou beugen. Gegen diesen hatte zuvor schon Robert klar den Kürzeren gezogen. Immerhin aber gewann Robert seinen Kampf gegen Yavuz Aziz. Am Ende Platz 2 für Ceyhun und Platz 3 für Robert.

Mihail Karimov hatte in seinem einzigen Kampf gegen Nils Stockmeyer vom KSV 02 Gütersloh (Gewichtsklasse bis 85 kg A-Jugend) knapp das Nachsehen (1:2, 1:2). Hier war mehr drin. In der zweiten Runde wurde Mihail vom Kampfrichter allerdings klar benachteiligt – 2. Platz. In der Mannschaftswertung der A-Jugend belegte der SC Berolina 1903 e.V. den 1. Platz!!!

Daniel Rubin hatte gegen Till Kosanke – Hennigsdorfer Ringerverein – in der Gewichtsklasse bis 84 kg der Junioren einen schweren Stand. Beide Runden gingen technisch überlegen verloren, wobei Daniel seinem Gegner das Leben durchaus schwer machte und in der 2. Runde sogar 3 Punkte erkämpfen konnte. Respektable Leistung, 2. Platz.

In der Mannschaftswertung der Junioren belegte der SC Berolina 1903 e.V. den 3. Platz. Spannend ging es in der Gewichtsklasse bis 60 kg der Männer bis 29 Jahre zu. Salis Abdullayev startete mit einem Schultersieg gegen Erhan Pekcan und gewann anschließend gegen Vereinskamerad Ferhad Qasimow technisch überlegen. Weitere Siege gab es gegen Aser Mamedov und als Krönung des Tages schulterte Salis Sven Cammin vom SV Luftfahrt. Ferhad verlor unnötigerweise gegen Mamedov, gewann aber gegen Pekcan. Im Kampf gegen Cammin gab dieser verletzungsbedingt auf. Am Ende wurde Salis ungefährdeter Sieger, Ferhad belegte den 2. Platz, da Mamedov gegen Cammin verloren hatte.

Denis Bischler begann gut gegen Martin Obst (Gewichtsklasse bis 74 kg Männer) und erreichte in der ersten Runde ein Remis, leider mit dem besseren Ende für Obst. In der zweiten Runde ging Denis dann die Puste aus. Trotzdem ein prima Einstand und Platz 2. Keinen Gegner hatte leider Volkan Erol in der Gewichtsklasse bis 96 kg. Kampfloses Gold. Den Freundschaftskampf gegen Marcel Redmann verlor Volkan.

In der Mannschaftswertung der Männer bis 29 Jahre belegte der SC Berolina 1903 e.V. am Ende Platz 1!!!

Bei den Männern Ü 30 – wahlweise auch Senioren oder Veteranen genannt - gingen lediglich Ilker Koru und Wulf Richter in der Gewichtsklasse bis 74 kg auf die Matte. Beide bekamen es ausgerechnet mit Ramazan Aydin vom Türkischen Ringerverein zu tun. Zunächst lernte Wulf die Halle in der Hatzfeldallee aus der Vogelperspektive kennen, später erging es Ilker ähnlich. Die Kämpfe gegen Aydin waren also erwartungsgemäß zügig beendet. Das direkte Berolina-Duell versprach mehr Spannung. Die erste Runde verlief denn auch ausgeglichen (2:2) mit dem besseren Ende für Wulf. Mit der gewonnenen Runde im Rücken dominierte Wulf Runde zwei dann deutlich und gewann klar mit 4:1. Platz 2 Wulf, Platz 3 Ilker.

In der Gesamt-Mannschaftswertung belegte der SC Berolina 1903 e.V. den 4. Platz.
 
 
 
Freundschaftskampf des SC Berolina 1903 e.V. gegen amerikanische Highschool- und College-Studenten
 
SC Berolina 03: Volkan Erol gegen Chip Norwood
Volkan Erol vom SC Berolina gegen Chip Norwood  
Ein besonderes Kapitel deutsch-amerikanischer Freundschaft wurde am 06.04.2007 geschrieben. Schauplatz war jedoch nicht Trinwillershagen, wo sich noch kürzlich Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident George W. Bush ihrer Sympathien versicherten und gemeinsam ein Spanferkel verspeisten, sondern die Sporthalle des SC Berolina 1903 e.V. in Berlin-Neukölln. Spanferkel gab es an diesem Abend zwar nicht, dafür aber jede Menge sehenswerten Ringkampfsport. Zu Gast war eine Auswahl amerikanischer College-Studenten. Bereits am 04.04.2007 hatte man ein gemeinsames und sehr unterhaltsames Training absolviert.

Insgesamt wurden 23 Begegnungen ausgetragen. Die amerikanische Auswahl hatte letztlich vom Papier her deutlich mit 45:33 Punkten und 13:10 in der Kampfwertung die Nase vorn. Aber allein dieses Ergebnis darf nicht überbewertet werden, da alle Kämpfe im Freien Ringkampf ausgetragen wurden.

Eine kurze Einzelanalyse aus Sicht des SC Berolina 1903 e.V.:
Sören Schwuchow hatte zunächst einen schweren Stand gegen Matthiew Olzewski. Die erste Runde endete knapp mit 2:0 für den amerikanische Ringer. In der zweiten Runde konnte er Sören gar schultern. Seinen zweiten Kampf konnte Sören gegen Chip Norwood dann mit 2 Rundengewinnen (7:0, 1:1) siegreich gestalten. Vielleicht war im ersten Kampf für Sören mehr drin. Alles in allem aber war das ein recht passabler Auftritt.

Ferhad Qasimow konnte nicht überzeugen. Der Freie Ringkampf ist halt nicht sein Ding. Aber das alleine kann keine ausreichende Erklärung für die gezeigte Leistung sein. Der erste Kampf gegen Richard Leal ging mit 0:2 Runden verloren, der zweite gegen Elias Armendariz mit 1:2.

Bester und schnellster Mann des Abends war Volkan Erol. Fast hätte man glauben können, dass Volkan vor seinen Kämpfen vom Zaubertrank des Miraculix genascht hatte. Sowohl gegen Chip Norwood als auch gegen Justin Sachse machte Volkan kurzen Prozeß und schulterte seine Gegner jeweils in der ersten Runde.

Mit Marco Romano hatte der Einsteiger e.V. (www.berliner-ringer.de) einen Vertreter gestellt. Marco ging risikofreudig und mit viel Engagement in seine Kämpfe, musste aber leider sowohl gegen Elias Armendariz als auch gegen Benjamin Spires Schulterniederlagen hinnehmen. Marco sollte das Ganze unter "Erfahrung sammeln" verbuchen und fleißig weitertrainieren. Die Ansätze sind gut.

Vassili Oklov war nicht so ganz auf dem Posten. Trotzdem ging er gegen Justin Sachse auf die Matte, konnte aber eine 0:2-Niederlage nicht verhindern. In gesunder Verfassung ist von Vassili deutlich mehr zu erwarten. Salis Abdullayev erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen nur in einem Punkt nicht – das Zauberwort heißt Pünktlichkeit. Seine beiden Kämpfe gegen Benjamin Spires (Schultersieg in Runde 2) und Michael Tuck (Technische Überlegenheit in beiden Runden) gestaltete Salis in gewohnter Weise absolut überlegen und ohne in Verlegenheit zu geraten.

Für eine weitere positive Überraschung sorgte Magomed Hamzatow. Den ersten Kampf gegen Joshua Griffin verlor Magomed zwar aufgrund einer Schulterniederlage in Runde zwei. Da war Magomed ein wenig übermotiviert, nachdem er die erste Runde mit 5:1 deutlich gewonnen hatte. Im zweiten Kampf gegen Ryan Peterson machte Magomed es dann besser und gewann beide Runden deutlich mit 6:0 und 6:3.

Völlig neben sich stand Mihail Karimov. Dreimal ging Mihail auf die Matte, dreimal verließ er sie als Verlierer. Einer knappen Punktniederlage gegen Raymond BJ Mosely (2:3, 2:3) folgten deutliche Niederlagen gegen Matthew Sharp (Technische Überlegenheit) und Justin Sachse (Schulterniederlage in Runde 1). Aber was soll's: einen schwachen Tag hat schließlich jeder schon erwischt.

Sören Kühn hatte bei seinem einzigen Auftritt Michael Tuck zum Gegner. Ruhig und überlegt holte sich Sören die erste Runde mit 4:1. Die zweite Runde machte Sören dann bei deutlicher Führung zum Ende hin noch mal spannend. Auch dank der energischen Zwischenrufe von Tochter Laura rettete Sören einen hauchdünnen 7:6-Vorsprung über die Zeit.

Ömer Özdemir hatte es offenbar eilig, die Halle wieder zu verlassen. Vielleicht stand da noch eine Familienfeier an. Wie auch immer – es dauerte nicht einmal eine Minute, da hatte Ömer seinen Gegner James Lamach mit seiner Spezialtechnik abgeklemmt und auf die Schultern gelegt.

Oleg Lehmann hatte mit Harold Gage einen zu starken Gegner und stand von vornherein auf verlorenem Posten. Das Problem war allerdings auch, das der SC Berolina in diesem Gewichtsbereich (75 – 80 kg) ein echtes Loch hat. So brach es denn auch über Oleg herein. Beide Runden endeten mit technischer Überlegenheit für den amerikanischen Sportler. Im Nachhinein muss man konstatieren, dass es besser gewesen wäre, einen anderen Ringer gegen Harold Gage einzusetzen, womit Olegs Leistung und Zukunftsaussichten keineswegs geschmälert werden sollen.

Erfreulich stark war aus Berolina-Sicht auch der Auftritt von Hasan Sariyar. Zunächst gab es zwar eine Schulterniederlage gegen Orlando Neito. Im zweiten Kampf konnte sich Hasan jedoch einen 2:1-Kampfgewinn erzwingen (3:6, 4:0, 1:0). Gegner war hier Ryan Peterson.

Bleiben die 2 Kämpfe von Ceyhun Sadykow. Der erste Kampf gegen Joshua Griffin ging auf Schultern verloren. Im zweiten Kampf konnte Ceyhun sich steigern und gewann technisch überlegen gegen Ryan Peterson.

Die Kämpfe wurden souverän von Norbert Lemke und Jack Gallagher geleitet – vielen Dank an beide. Der Dank gilt auch den amerikanischen Gästen und der Firma europe-experience (www.europe-experience.com), die diese Begegnung ermöglicht haben.

Des weiteren dankt der SC Berolina 1903 e.V. den Firmen Gastronomieberatungs- und Lieferservice Meyer GmbH und Getränkezentrale Schyle, Altenbraker Straße 15, 12053 Berlin für die Unterstützung.
 
 Videos der Begegnung
 
 
 
 
 
Salis Abdullayev König von (Nord-)Deutschland

Sechs Aktive und drei Betreuer des
SC Berolina machten sich am 10.03.2007 in aller Frühe auf den Weg in das Sportzentrum Steilshoop in Hamburg zu den Norddeutschen Meisterschaften im Griechisch-Römischen Ringkampf.

Gut aufgestellt: Der SC Berolina vor dem Einmarsch
Gut aufgestellt: Der SC Berolina vor dem Einmarsch
Die Voraussetzungen waren bestens - die Hamburger Gastgeber hatten 4 Matten aufgebaut, 30 Vereine hatten insgesamt 170 Teilnehmer zur Meisterschaft geschickt. Ermittelt wurden die besten Ringer der Jugendklassen und der Männer aus den nördlichen Bundesländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Hamburg, Niedersachsen und Bremen.
In der A-/B-Jugend ging Mihail Karimov in der Gewichtsklasse bis 85kg für den SC Berolina an den Start. Mischa hat in den letzten Wochen eine enorme Leistungssteigerung hingelegt und dies mit dem Berliner Meistertitel unter Beweis gestellt. Die Erwartungen waren dementsprechend sehr hoch. In seiner Gruppe hatte Mischa drei Kontrahenten. Erster Gegner war Max Kriwoschein vom SAV Torgelow. Im Standkampf neutralisierten sich beide Ringer. Bei eigener Oberlage konnte sich Mischa jeweils eine 2-er Wertung durch Rolle bzw. Ankippen sichern. In Unterlage liess er nichts zu und gewann somit beide Runden mit 3:0 und den Kampf sicher. Im zweiten Kampf gegen Christian John aus Eisenhüttenstadt war das Glück Mischa nicht hold.Beide Runden endeten unentschieden 4:4 und 3:3, jeweils jedoch mit dem glücklicheren Ende für den Ringer aus Brandenburg. So konnte Mischa "nur" noch um Bronze ringen. Diese Aufgabe gegen Vitali Ozmanov vom TuS Gaarden Kiel erledigte er jedoch souverän und schickte den Kieler in beiden Runden mit 7:0 vorzeitig aus dem Rund. Am Ende wurde ausgerechnet der Torgelower Ringer, den Mischa besiegt hatte, Meister, da dieser den Eisenhüttenstädter Ringer schulterte. Dieser wiederum hatte Mischa zuvor geschlagen. Die Bronzemedaille war jedoch am Ende verdienter Lohn für einen bemerkenswerten Auftritt Mischas.

Salis Abdullayev
Salis Abdullayev
Bei den Männern waren die Gewichtsklassen bis 74 kg und 84 kg am stärksten besetzt. Lediglich 4 Ringer bewarben sich um den Meistertitel im 60 kg - Limit. Sören Kühn und Salis Abdullayev vertraten die Farben des SC Berolina und die des Bundeslandes Berlin.
Gleich im ersten Kampf kam es zum direkten Duell der beiden. Souverän gewann Salis diesen Kampf (5:1, 8:0) gegen Sören, der zu diesem Zeitpunkt noch etwas unausgeschlafen wirkte. Vielleicht spielte aber auch eine Rolle, dass Sören gerade erst von einer Erkältung genesen war. In den weiteren beiden Kämpfen zeigten sowohl Sören als auch Salis ihre Klasse. Salis fertigte zunächst Roman Aldanasov aus Oldenburg mit 6:0 und 7:0 ab und im Anschluß Aslan Zakriev vom TuS Gaarden Kiel mit 6:0 und 8:0. Den verkehrten Ausheber praktizierte Salis dabei in vollendeter Form und mit hohen Amplituden. Sören gewann die erste Runde gegen Zakriev mit 7:1 und schulterte den Kieler in Runde 2. Ähnliches Szenario im Kampf gegen Aldanasov: 4:0 in Runde 1, Schultersieg in Runde 2. Gold und Silber für den SC Berolina 1903!!! Schade war nur, dass beide Berolina- Ringer nur im direkten Duell gegeneinander richtig gefordert waren. Salis fügte seiner beeindruckenden Medaillensammlung in diesem Jahr ein weiteres Goldstück hinzu. Er wäre sicherlich auch als bester Techniker des Turniers in Frage gekommen, hatte dafür aber zu wenige Kämpfe zu absolvieren.

In der Gewichtsklasse bis 84 kg gingen gleich 13 Ringer auf die Matte. Jörn Dassow vom SC Berolina hatte zu Beginn eine eher dankbare Aufgabe gegen Rasmik Babadschan vom TuS Gaarden Kiel. Beide Runden konnte Jörn sicher für sich entscheiden. Der Knackpunkt war Kampf Nummer 2 gegen Alexander Hergert aus Wilhelmshaven. In Runde 1 lag Jörn bereits deutlich in Front. Bei eigener Unterlage erkannte der Kampfrichter gleich dreimal auf verbotene Beinarbeit und disqualifizierte Jörn daraufhin. Dies war eine von vielen fragwürdigen Kampfrichterentscheidungen, die sich leider durch das gesamte Turnier hindurchzogen. Jörn hatte in diesem Fall darunter zu leiden. Im dritten Kampf gegen Stefan Rengert vom SAV Torgelow wollte Jörn es nochmal wissen. Mit 4:3 gewann Jörn die erste Runde, verlor die beiden folgenden Runden dann allerdings deutlich mit 3:7 und 2:6. Jörn war mit dieser Niederlage aus dem Turnier ausgeschieden und hatte sich zu allem Überfluss in diesem Kampf eine Rippenprellung zugezogen. Die Konkurrenz war aber auch extrem stark. Norddeutscher Meister wurde letztlich Waldemar Streib vom Erstligisten PSV Rostock, der auch gleichzeitig als "Bester Techniker" geehrt wurde.

Im 96 kg - Limit gingen Volkan Erol und Karsten Sommer für den SC Berolina an den Start. Das Lospech brachte beide in denselben Pool. Volkan verlor zunächst deutlich (0:7, 1:7) gegen den späteren Meister Robert Zymara vom SAV Torgelow. Im direkten Berolina-Duell war Karsten abgebrühter und gewann beide Runden mit 6:0 und 5:3 sicher. Im Kampf gegen Robert Zymara war für Karsten allerdings mehr drin. Die erste Runde verlor Karsten denkbar knapp mit 3:4, nachdem er zunächst den verkehrten Ausheber seines Gegners kontern konnte, die Runde dann jedoch knapp abgeben musste. Den zweiten Durchgang gewann Zymara mit 6:0 deutlich. Volkan sorgte mit einem Schultersieg im Kampf um Platz 5 für einen für ihn versöhnlichen Abschluß. Für Karsten ging es im Kampf gegen Dittrich Jans vom SC Roland Hamburg um die Bronzemedaille. Und diese hatte Karsten nach gewonnener erster Runde (6:2) und bereits deutlicher Führung in Runde 2 schon zum Greifen nahe, als er sich bei einer eigenen Aktion quasi selbst auf die Schultern legte. Am Ende also die Plätze 4 und 5 für den SC Berolina in dieser Gewichtsklasse.

Siegerehrung 60 kg - 1. Platz Salis Abdullayev, 2. Platz Sören Kühn
Siegerehrung 60 kg:
1. Platz Salis Abdullayev
2. Platz Sören Kühn
Mit der Gesamtbilanz von jeweils einer Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille kann der SC Berolina dennoch am Ende zufrieden sein, zumal als zusätzliches Bonbon noch der dritte Platz in der Mannschaftswertung der Männer heraussprang. Der Dank gilt den Aktiven und Trainer Denis Djatchenko, der als frischgebackener Vater eines gesunden Söhnchens die Mühen der Fahrt nach Hamburg nicht scheute.





SC Berolina holt 8 Medaillen bei der Berliner Meisterschaft im Griechisch-Römischen Stil


31 teilnehmende Sportler hatten sich am Nachmittag des 27.01.2007 in der Sporthalle des VfL Tegel eingefunden, um die Berliner Meister im Männerbereich im Griechisch-Römischen Stil zu ermitteln. Die grösste Abordnung hatte der SV Luftfahrt Berlin mit 12 Athleten entsandt. Für den SC Berolina traten Magomed Hamzatow, Sören Kühn, Salis Abdullaev, Ilker Koru, Jörn Dassow und Volkan Erol auf die Matte. An Prominenz mangelte es in diesem Jahr nicht. So gingen unter anderem Senol und Ramazan Aydin vom frischgebackenen Erstligisten Türkischer Ringerverein sowie Martin Obst, Mirco Redmann, Sven Cammin und Paul Schiwek vom Zweitligisten SV Luftfahrt Berlin an den Start. Spannung und unterhaltsame Kämpfe waren somit vorprogrammiert.

Gewichtsklasse bis 55 kg
Die 4 Teilnehmer ermittelten den Sieger im Nordischen System. Der SC Berolina war nicht vertreten, allerdings waren mit Abdullah Altay und Ferhad Qasimow zwei Ringer dabei, die beim SC Berolina trainieren, aber noch für den Türkischen Kraftsportverein ringen. Ferhad Qasimow konnte lediglich den Kampf gegen Abdullah siegreich gestalten. Gegen Sven Cammin - am Ende ungefährdeter Berliner Meister - und den Preussen Marc Fraede stiess Ferhad an seine derzeitigen Grenzen und wurde am Ende Dritter. Abdullah verlor alle seine Kämpfe und belegte Rang vier.

Gewichtsklasse bis 60 kg
Mit 7 Ringern war diese Gewichtsklasse am stärksten besetzt. Der SC Berolina machte sich berechtigte Hoffnungen auf den Meistertitel, denn mit Sören Kühn und Salis Abdullaev wurden gleich zwei ganz heisse Eisen in die Kämpfe geschickt. Zudem war mit Magomed Hamzatow noch ein dritter Ringer gemeldet worden. Sören und Salis konnten sich dann auch relativ ungefährdet in ihren Pools durchsetzen. Sören schulterte Magomed und holte einen Punktsieg gegen Ralf Spitzner vom SV Preussen. Salis setzte sich zunächst mit einem Schultersieg gegen Daniel Weber durch. Eine echte Herausforderung war der Kampf gegen Mario Bührig vom SV Luftfahrt. Mit 8:1 sicherte sich Salis die erste Runde, gab die zweite dann allerdings mit 1:3 ab. In der letzten Runde liess Salis jedoch nichts mehr anbrennen und siegte mit 6:0. Den Finaleinzug perfekt machte Salis mit einem Punktsieg gegen einen Ringer vom SV Preussen. Magomed wurde am Ende mit 3 Niederlagen sechster. Im Finale standen sich jedoch wie erhofft Sören und Salis gegenüber. Knapp mit 4:3 holte sich Sören die erste Runde. Dann drehte Salis auf und gewann überlegen mit 6:0 Runde zwei. Die Entscheidung fiel in der 3. Runde. Mit einer 4:1-Führung ging Sören bei eigener Oberlage in die letzte halbe Kampfminute. Was keiner mehr für möglich hielt, passierte dann doch. Eine kleine Unachtsamkeit nutzte Salis aus und holte noch 3 Punkte zum 4:4-Unentschieden. Aufgrund der zuletzt erzielten Wertung holte Salis am Ende Gold. Ein Riesenerfolg für Salis, der vor einem Jahr im Finale der Gewichtsklasse bis 66 kg noch Andre Kermes unterlegen war.

Gewichtsklasse bis 66 kg
Leider ohne Beteiligung des SC Berolina 1903 e.V. holte sich Senol Aydin vom Türkischen Ringerverein den Titel.

Gewichtsklasse bis 74 kg
Auch diese Gewichtsklasse war mit insgesamt 6 Kämpfern stark besetzt. Ilker bekam es in seinem Pool zunächst mit Lars-Erik Eichler vom SV Luftfahrt Berlin zu tun. Bereits in der ersten Runde war Feierabend für Ilker. Den Kampf gegen Ramazan Aydin, der für sehr sehenswerte, aber auch sehr riskante Wurftechniken bekannt ist, gab Ilker aus Vorsichtsgründen ab, um etwaige Verletzungen zu vermeiden. Den Kampf um Platz 5 und 6 verlor Ilker dann auf Schultern bereits in der 1. Runde. In das Finale zogen Paul Schiwek und Ramazan Aydin ein. Aydin liess nichts anbrennen und sicherte sich beide Runden vorzeitig.

Gewichtsklasse bis 84 kg
Der SC Berolina hatte mit Jörn Dassow einen Titelaspiranten im Rennen, der seine Vorjahreslorbeeren unbedingt verteidigen wollte. Leider waren lediglich 3 Ringer am Start. Gleich in der ersten Begegnung wurde die Meisterschaft entschieden. Jörn traf auf den Freistilspezialisten vom SV Luftfahrt Berlin Martin Obst, der ansonsten in der 74-kg-Klasse beheimatet ist. Angst vor der eigenen Courage und zuviel Respekt vor dem grossen Namen verhinderten, dass Jörn nach gewonnener erster Runde in der zweiten den Sack zumachte. Mit 2:4 und 1:3 gingen die beiden letzten Runden verloren. Im zweiten Kampf jedoch zeigte Jörn sein Potential mit einigen wundervollen Wurftechniken und sicherte sich so zumindest die Silbermedaille.

Gewichtsklasse bis 96 kg
Für die positivste Überraschung aus Berolina-Sicht sorgte an diesem Abend Volkan Erol im 96-kg-Limit. Nach einem Pflichtsieg gegen den ältesten Teilnehmer der Veranstaltung musste sich Volkan dem Luftfahrt-Ringer Robert Meissner beugen. Dann zeigte er jedoch gegen Nils Lieberamm - ebenfalls SV Luftfahrt Berlin - seinen unbändigen Siegeswillen. Nach 0:3-Rundenniederlage lag Volkan auch im zweiten Durchgang bereits hinten, wendete das Blatt jedoch in letzter Sekunde zum 4:3. Die letzte Runde gewann Volkan mit 7:4 und hatte sich damit Bronze gesichert. Gegen Mirco Redmann war kein Kraut gewachsen, aber immerhin konnte Volkan auch in diesem Kampf überraschend punkten. Redmann wurde überlegen Meister.

Gewichtsklasse bis 120 kg
Nur zwei Ringer und ein Kampf. Sieger wurde Muhammed Yücsel vom SV Luftfahrt Berlin.

Am 28.01.2007 waren dann die Ringer der A- und B-Jugend an der Reihe. Auch in dieser Altersgruppe konnte sich der SC Berolina 1903 e.V. erfolgreich profilieren und nochmals 4 Medaillen abräumen. In der Gewichtsklasse bis 58 kg wurde Bols-Ali Eskiew Berliner Meister. Felix Warth belegte den 4. Platz. Bis 63 kg holte sich Ceyhun Sadykow die Silbermedaille. Ebenfalls die Silbermedaille erkämpfte in der Gewichtsklasse bis 76 kg Oleg Lehmann.
Eine Bronzemedaille steuerte in der Gewichtsklasse bis 69 kg Lom-Ali Eskiew bei.

Zusammenfassend kann der SC Berolina 1903 e.V. mit zwei Gold-, vier Silber- und zwei Bronzemedaillen durchaus ein positives Fazit ziehen. Mit den Norddeutschen Meisterschaften im Freistil (am 03.02.2007, 13125 Berlin-Karow, Achillesstr. 79, ab 10 Uhr) und der Berliner Meisterschaft im Freien Ringkampf (24.02.2007 Berlin-Treptow, Kiefholzstraße 274, Zugang über Mosischstraße, ab 16 Uhr, A- und B-Jugend am 25.02.2007 ab 13 Uhr) stehen in Kürze die nächsten Aufgaben an.
 
 
16.12.2006
RV Lübtheen gegen
SC Berolina 1903 e.V. im Rückkampf 24:9

Mit einem Polster von 12 Pluspunkten machte sich der SC Berolina auf die Reise nach Lübtheen zum Rückkampf um den Gesamtplatz 3 der Oberliga Ost / Regionalliga Nord 2006. Aber leider wurde es ein rabenschwarzer Samstag für die Berolinatruppe. Mit 24:9 kam man unter die Räder. Das Gesamtduell hatte der RV Lübtheen somit mit 3 Punkten Vorsprung für sich entschieden. Auf Berolina-Seite erreichten lediglich Jörn Dassow und Sören Kühn ihre gewohnte Form. Das reichte gegen einen an diesem Abend sehr starken Gastgeber nicht. Die Freistilspezialisten aus Lübtheen konnten ihre Vorteile in dieser Stilart gegen die eher auf den griechisch-römischen Ringkampf ausgerichteten Berolina-Ringer voll ausreizen. Hinzu kam die für Oberliga- und Regionalligaverhältnisse gigantische Kulisse von 318 Zuschauern, die die einheimischen Ringer lautstark unterstützten. Die Berliner waren ob dieser Atmosphäre in der Hans-Oldag-Halle sichtlich beeindruckt. Auch wenn es nur um die goldene Ananas ging, war der Auftritt der Berliner ein wenig enttäuschend, der erreichte Gesamtplatz 4 aber letztendlich doch mehr, als man vor der Saison erwarten durfte und konnte. Dieser positive Gesamteindruck wird haften bleiben und immerhin war es Berolina gelungen, auch den Heimkampf gegen den Lübtheener Regionalligisten deutlich für sich zu entscheiden.

52 kg - GR
Philipp Hübner kampflos 4:0 Gesamt: 4:0
Den ganzen Tag hatte der Lübtheener Sportler geackert, um das Kampfgewicht zu erreichen. Als die Waage gegen 17 Uhr noch immer 700 Gramm zu viel anzeigte, wurde Philipp zu guter letzt in voller Montur von Trainer Bert Compas in die Sauna verfrachtet. Und der Aufwand hatte sich gelohnt. Die Waage zeigte exakt 52 kg an, Berolinas Abdullah Altay war verhindert - 4:0 für den RV Lübtheen.

120 kg - FR
Marian Rogosch - Volkan Erol 4:0 ( SS rot 1. Runde) Gesamt: 8:0
Volkan stand von vornherein auf verlorenem Posten. Satte 114,8 Kilogramm brachte der Lübtheener auf die Waage, während bei Volkan lediglich 87,1 Kilogramm in die Statistik eingingen. Die Strategie war klar. Eine 0:4-Niederlage sollte möglichst vermieden werden. Aber gleich mit der ersten Aktion war dieser ungleiche Kampf beendet. Marian setzte seine Spezialität - eine Beinschleuder - so wirkungsvoll ein, dass Volkan auf beiden Schultern landete. Gesamtstand 8:0 - der Vorsprung der Berliner war auf 4 Punkte geschmolzen.

55 kg - FR
Torsten Schmal - Ferhad Qasimov 4:0 ( SS rot 1. Runde) Gesamt: 12:0
Beide Ringer standen sich bereits eine Woche zuvor in Berlin gegenüber. Jetzt war allerdings der Freistil-spezialist Torsten Schmal, gerade 41 Jahre jung geworden, im Vorteil. Von Beginn an setzte er Ferhad dann auch mit energischen Beinangriffen unter Druck. Ferhad fand keine geeigneten Gegenmittel und wurde noch in der ersten Runde mit einem Doppelnelson geschultert. Da war er dahingeschmolzen, der 12-Punkte-Vorsprung.

96 kg - GR
Robert Schwenck - Jörn Dassow 2:3 (2:6, 5:0, 2:1, 2:3, 1:2) Gesamt: 14:3
Jörn gab der Mannschaft mit einer bravourösen kämpferischen Leistung die Hoffnung zurück. Nachdem er bereits durchaus vermeidbar mit 2:1 Runden zurücklag, spielte Jörn seine konditionellen Vorteile aus und sicherte sich die beiden letzten Runden zum Gesamtsieg.

60 kg - GR
Maurice Hippmann - Sören Kühn 0:3 (1:4, 1:3, 0:6) Gesamt: 14:6
Nachdem Sören eine Woche zuvor zugunsten von Salis Abdullayev verzichtet hatte, war er nun wieder an Bord. Er beherrschte seinen Gegner in allen Runden sicher und viel hätte in der 3. Runde nicht gefehlt und Sören hätte seinen Gegner nach einem Kopfhüftschwung geschultert. So beendete er die dritte Runde mit technischer Überlegenheit, den Gesamtkampf mit 3:0 und wahrte seine weisse Saisonweste mit nicht einem Gegenpunkt. Der RV Lübtheen lag nun mit 8 Punkten vorn und Berolina hatte wieder alle Chancen auf den Gesamtsieg.

84 kg - FR
Gordon Schwenck - Karsten Sommer 4:0 (2:0, SS rot 2. Runde) Gesamt: 18:6
Auch in der Gewichtsklasse bis 84 kg konnte der Freistilspezialist Gordon Schwenck nun in seiner angestammten Stilart ringen. Das bekam Karsten gleich unangenehm zu spüren, obwohl er die erste Runde auch durchaus für sich hätte entscheiden können. In der zweiten Runde kam dann das schnelle Aus. Auf der Berolina-Bank spiegelte sich das blanke Entsetzen auf den Gesichtern wider. Nachdem es zwischenzeitlich in der Lübtheener Mehrzweckhalle merklich ruhiger geworden war, ging der Stimmungspegel jetzt wieder deutlich nach oben. Die Hoffnungen der Berliner ruhten jetzt in erster Linie auf Salis.

66 kg - FR
Thomas Meinck - Salis Abdullayev 2:3 (0:6, 2:7, 4:2, 8:2, 3:5) Gesamt: 20:9
Salis Abdullayev sollte für 4 Punkte sorgen. Doch dieser Plan ging leider nicht auf. Die erste Runde konnte Salis technisch überlegen gewinnen. In der zweiten Runde fehlte ein Pünktchen an der technischen Überlegenheit. Der Kampfrichter hatte bereits zuvor in einigen Situationen nicht gerade gästefreundlich gepfiffen. In der dritten Runde lag er mit seiner Entscheidung, Salis für einen Überwurf in´s Aus keine Punkte zuzuerkennen, dem Lübtheener Ringer dagegen 2, aus Berliner Sicht gründlich daneben. Salis war verunsichert. Die vierte Runde verlor er sang- und klanglos. Dann jedoch mobilisierte Salis die letzten Reserven und holte sich den Kampfgewinn mit 3:2.

74 kg - GR
Tom Linke - Wulf Richter 4:0 (7:0, 7:0, 6:0) Gesamt: 24:9
Für Wulf war in diesem Kampf kein Blumentopf zu gewinnen. Der 16-jährige Tom Linke vom Stralsunder Feuerwehrsportverein, der bereits vordere Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften der Jugend erzielte, war deutlich überlegen, was sich letztendlich auch im Ergebnis niederschlug. Eine Punktniederlage wäre sicherlich möglich gewesen, hätte aber auch nichts mehr daran geändert, dass sich der RV Lübtheen mit dieser starken Vorstellung den dritten Gesamtplatz gesichert hatte.

Der Dank des SC Berolina gilt den Verantwortlichen den RV Lübtheen für die Gastfreundschaft. Einige Ringer des SC Berolina nutzten die Möglichkeit, in der Trainingshalle des RV Lübtheen zu übernachten und gemeinsam mit den Lübtheenern noch ein wenig den Saisonabschluss in der zum Tanzsaal umfunktionierten Hans-Oldag-Halle zu feiern. Vielleicht stehen sich beide Mannschaften in der kommenden Saison oder auch bei einem Freundschaftskampf wieder gegenüber. Die Berliner jedenfalls hätten nichts dagegen, die geknüpften Kontakte in Zukunft zu intensivieren.
 
 
 
9.12.2006
Ringermen´s Friend II gegen
SC Berolina 1903 e.V. endet 17:14

Mit einer knappen Niederlage bei den Ringermen's Friend beendete der SC Berolina als Poolzweiter die Oberliga Ost 2006. Von der gleichzeitigen Niederlage des RV Hennigsdorf in Torgelow bei der KG Vorpommern II konnte der SC Berolina leider nicht profitieren, lieferte sich jedoch mit dem zweiten Berliner Verein im Pool trotz gravierender Personalprobleme einen offenen Schlagabtausch. Dabei sah es bis zum letzten Kampf noch so aus, als könnte der SC Berolina trotz Nichtbesetzung des 84 kg - Limits die grosse Überraschung schaffen.

52 kg - GR
Jan Gumtz - Abdullah Altay 0:4 (0:1 Schultersieg) Gesamt: 0:4
Für einen Auftakt nach Maß sorgte erneut Abdullah Altay. Gleich in der ersten Runde schulterte er seinen Gegner.

120 kg - FR
Matthias Ringel - Sören Schwuchow 1:3 (3:0, 1:1, 0:1, 0:2) Gesamt: 1:7
Gegen einen erfahrenen und trotz seines Alters immer noch sehr gefährlichen Matthias Ringel, seines Zeichens ein ausgewiesener Freistilspezialist, galt es für Sören, vorsichtig zu agieren und insbesondere auf die zu erwartenden Beinangriffe gut vorbereitet zu sein. Und ab der zweiten Runde hatte sich Sören dann auch sehr gut auf seinen Gegner eingestellt, liess nichts mehr zu und sorgte selbst immer für eigene Wertungen. Der Lohn für diesen Auftritt war der längst fällige erste Saisonsieg.

55 kg - FR
Marc Fraede - Farhad Qasimow 4:0, Gesamt: 5:7
Dass das hier kein Spaziergang für Farhard werden würde, wurde bereits in der ersten Runde deutlich. Farhad hielt gut gegen, konnte jedoch den 1:2-Rundenverlust gegen seinen starken Gegner nicht verhindern. In der zweiten Runde passierte es dann: Farhad wurde geschultert. Eine schmerzhafte Niederlage, die Farhad in seiner weiteren Entwicklung jedoch nicht aufhalten wird. Trotz dieser Niederlage hat Farhad mit insgesamt 26 errungenen Punkten in der Mannschaftswertung den zweiten Platz belegt. Diese Vorgabe konnte nur noch von Sören Kühn getoppt werden.

96 kg - GR
Moritz Müller - Jörn Dassow 3:0 (7:0, 5:0, 2:0) Gesamt: 8:7
Die etwa 10 Kilogramm Gewichtsunterschied vermochte Jörn nicht zu kompensieren. Immerhin gelang es Jörn, den Kampf ab der zweiten Runde ausgeglichener zu gestalten, als noch im ersten Durchgang. Eigene Aktionen konnte Jörn diesmal nicht durchbringen. Trotzdem eine respektable Leistung von Jörn. Betrachtet man den gesamten Saisonverlauf, muss man schon festhalten, dass Jörn mit Abstand die härtesten Gegner hatte. Dafür hat er sich prima verkauft.

Mit einer 8:7-Führung für den Gastgeber ging es in die Pause. Die Hoffnung hielt sich auf Berolina-Seite in Grenzen, dass hier noch etwas zu holen war.

60 kg - GR
Markus Geimer - Sören Kühn 0:4 (0:6, 2. Runde Schultersieg) Gesamt: 8:11
Der an diesem Abend als Mannschaftskapitän agierende Sören Kühn stellte schnell klar, wer der Chef ist. Nach technisch überlegener erster Runde folgte ein Kopfhüftzug in der zweiten Runde, Tusch und "Lars" verliess erneut als Schultersieger die Matte. Damit rundete Sören seine glanzvolle Saisonleistung ab, holte sich überlegen die interne Mannschaftswertung und zeigte einmal mehr, dass in jeder Situation auf ihn Verlass ist und sich gerade die noch jungen und relativ unerfahrenen Ringer an ihm aufrichten können.

84 kg - FR
Dieskau kampflos 4:0 Gesamt: 12:11
Vielleicht war es für den Kampfausgang entscheidend, dass Berolina diese 4 Punkte kampflos abgeben musste. Karsten Sommer war beruflich verhindert. Die Personaldecke ist noch zu dünn, um adäquaten Ersatz aufbieten zu können. Darüber zu spekulieren, was gewesen wäre wenn ... ist jedoch müssig. Ringermen´s Friend lag mit nur einem Punkt vorn und bei noch zwei ausstehenden Kämpfen war noch alles drin.

66 kg - FR
Patricio Harriague - Ümit Eser 1:3 (0:6, 1:2, 3:1, 1:3) Gesamt: 13:14
Ein ganz anderer Auftritt von Ümit als noch vor einer Woche. Konzentriert und taktisch diszipliniert holt sich Ümit einen verdienten Sieg, der am Ende doch viel Kraft gekostet hat. Grosse Klasse. Berolina lag mit einem Punkt in Front und alle Hoffnungen lagen nun auf Ömer Özdemir im letzten Kampf des Abends.

74 kg - GR
Gregor Geworgjan - Ömer Özdemir 4:0 (Schultersieg 1. Runde) Gesamt: 17:14
Dass gegen einen körperlich sehr überlegen scheinenden und auch gewichtsmässig deutlich schwereren Gegner durchaus etwas zu holen ist, war im Vorfeld klar. Wichtig würde sein, wie sich der Freistilspezialist Ömer in der ungewohnten Stilart zurechtfinden würde. Gleich mit der ersten Kampfaktion waren jedoch sämtliche Berolina-Träume von einem möglichen Gesamtsieg geplatzt. Der Mann im roten Trikot setzte einen sehenswerten Überwurf an, den es Ömer nicht rechtzeitig genug gelang, zu kontern. Schultersieg rot - schade drum. Trotzdem Dank und Respekt an Ömer für seinen Einsatz. Bei einem Gesamtsieg wäre der SC Berolina 1903 e.V. am Ende sogar Sieger der Oberligastaffel geworden. Es sollte in diesem Jahr halt noch nicht sein. Der Saisonverlauf war alles in allem jedoch sehr positiv und auf die gezeigten Leistungen können die Sportler und Trainer durchaus stolz sein. Ob die Relegationskämpfe gegen den Zweiten des Pools B, den RV Lübtheen, ausgetragen werden, steht zum Zeitpunkt dieses Berichtes noch nicht fest.
 


 
T R A I N I N G

MÄNNER
(MANNSCHAFT)

Mo. + Fr.
19.30 Uhr
Halle Thomasstraße

Mi.
18.00 Uhr
Halle Thomasstraße

KINDER
/JUGENDLICHE

Mo. + Fr.
18.00 Uhr
Halle Thomasstraße

 
 
MÄNNER
(FREIZEIT)

Do. 19.00-21.00 Uhr
Sa. 16.00-19.00 Uhr
Halle Thomasstraße